Die Influenza ist da

Erster Grippefall im Landkreis

Weilheim-Schongau - Jetzt kann sich zwar nach endlich jeder gegen Grippe impfen lassen. Doch die Impfbereitschaft hat stark nachgelassen. Mittlerweile gibt es auch den ersten Influenzafall im Kreis.

„So früh hatten wir das seit Jahren nicht mehr“, sagt der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Karl Breu. Schließlich gab es aber auch noch nie eine so lange Wartezeit auf den Impfstoff. Vielleicht der Grund? Die 51-jährige Betroffene war nämlich nicht geimpft.

„Gott sei Dank“, wie der Steingadener Allgemeinmediziner Dr. Ernst Weeber findet. Wäre die Dame trotz einer rechtzeitigen Impfung erkrankt, hätte man sich erst recht Sorgen über den Impfstoff machen müssen. „So ist ein Influenza-Fall im Landkreis aber kein Grund zur Panik“, versichert Weeber.

Vor allem deshalb nicht, weil mittlerweile der notwendige Impfstoff in allen Praxen eingetroffen ist. „Wir können mittlerweile jeden einzelnen Patienten impfen“, bestätigt der Steingadener Hausarzt. „Auch bei mir kann sich jetzt jeder impfen lassen, der will“, stimmt die Altenstadter Ärztin Dr. Birgit Esper zu.

Dass sich jetzt aber plötzlich gar nicht mehr so viele Leute impfen lassen wollen wie noch vor einem guten Monat, verrät Dr. Weeber außerdem. Diesen Seitenhieb kann sich der Arzt nicht verkneifen. „Die Patienten denken eben: Jetzt bin ich bis jetzt nicht krank geworden, dann werde ich es auch nicht mehr“, begründet er seine Feststellung. Der Impfstoff hat eben zu lange auf sich warten lassen.

„Trotzdem ist eine Impfung aber noch nicht zu spät“, betont hingegen Dr. Birgit Esper. Die Grippe-Hauptwelle wird schließlich erst im Januar oder Februar erwartet. „Und wer sich jetzt impft, ist noch rechtzeitig dran“, versichert die Altenstadter-Ärztin - da kann ihr auch Dr. Weeber nicht wiedersprechen. Er appelliert sogar an die Patienten, sich jetzt noch impfen zu lassen - damit die 51-Jährige vielleicht sogar ein Einzelfall bleibt.

fra

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