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Kindergarten: Flexibel gegen die Konkurrenz behaupten

Schwabsoien - Um wettbewerbsfähig zu bleiben, muss auch ein Kindergarten flexibel sein. In Schwabsoien geht die Gemeinde dafür Kompromisse ein:

Ohne Zugeständnisse geht es nicht: Um den Schwabsoier Kindergarten „Sonnenblume“ für Eltern attraktiv zu halten, kommt die Gemeinde den Familien beim Betreuungsangebot entgegen. Einmal pro Woche soll Nachmittagsbetreuung angeboten werden - wenn der Bedarf da ist. In der jährlichen Elternbefragung hatten zwei Familien den entsprechenden Wunsch geäußert.

„Wir haben inzwischen sechs verbindliche Anmeldungen“, sagte Kindergartenleiterin Irmtraud Schlaf bei der jüngsten Gemeinderatssitzung. Von 13.30 bis 16 Uhr sollen die Kinder gegen einen monatlichen Aufschlag von fünf Euro mittwochs beaufsichtigt werden, „dazu gibt es ein kleines Mittagessen wie Würstl oder Suppe“.

Das Problem: Acht Kinder sollten es schon sein, damit das Zusatzangebot Sinn macht. „Die Frage ist jetzt, ob man das auch mit sechs Kindern anbieten soll“, fasste Bürgermeister Konrad Sepp die Sachlage zusammen. Denn dann müsse auch der Vertrag der Mitarbeiterin, die die Nachmittagsbetreuung übernimmt, geändert und eine neue Buchungsstufe erlassen werden - für Eltern, die ihr Kind von 8 bis 16 Uhr in den Kindergarten bringen.

Allerdings machte das Gemeindeoberhaupt auch deutlich, wie wichtig es ist, den Bedürfnissen der Familien entgegenzukommen: „Wir müssen den Kindergarten so flexibel wie möglich halten. Sonst bringen sie ihre Kinder eben nach Schongau.“ Rechtlich sind Eltern nicht an die Kindergärten am Ort gebunden. Und das kostet die Gemeinde Geld.

Der Vorschlag, man könne die Nachmittagsbetreuung probeweise anbieten, stieß nicht überall auf Gegenliebe. Während sich beispielsweise Rätin Susanne Deisböck für einen Versuch aussprach, konnte Ulrich Starker dem nichts abgewinnen: „Wir machen uns da was vor. Und wenn wir es wieder abschaffen, was passiert dann mit den Eltern, die nicht abspringen?“ Letztlich entschied sich das Gremium bei einer Gegenstimme für das Projekt.

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