Gemeinden mit zweitem Wahlgang

Kommunalwahl 2020 in Region Schongau: Diese Bürgermeister-Kandidaten müssen in die Stichwahl

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In der Region Weilheim-Schongau sind die Kommunalwahlen 2020 noch nicht zu Ende - hier finden Sie alle Bürgermeister-Kandidaten in der Stichwahl.

  • Am 29. März 2020 werden in der Region Schongau viele Bürgermeister per Stichwahl bestimmt.
  • Wir decken die Ereignisse in unserem Stichwahl-Live-Ticker ab.
  • Wichtiges aus dem Landkreis Weilheim-Schongau erfahren Sie außerdem in unserem regelmäßigen regionalen Newsletter aus der Region - hier kostenlos abonnieren

+++ Ergebnisse Bürgermeisterwahlen +++

+++ Ergebnisse Gemeinderatswahlen +++

Update vom 26. März: Unsere Infografik zur Kommunalwahl Bayern 2020* erfasst alle Ergebnisse. In sechs Gemeinden im Landkreis Miesbach ist in Sachen Bürgermeisterwahl aber noch nichts entschieden. Am 29. März ist der Termin für die Stichwahlen* in Bayern - wegen der Corona-Krise* sind es dieses Mal reine Briefwahlen*. Die Übersicht über die Stichwahl-Kandidaten und deren Abschneiden im ersten Wahlgang:

Kandidat

Stimmanteil 

Bernbeuren

Karl Schleich (WLB)

36,9 Prozent

Josef Köpf (UWG)

34,5 Prozent

Peißenberg

Frank Zellner (CSU/Parteilose)

33,4 Prozent

Robert Halbritter (SPD)

26,3 Prozent

Peiting

Peter Ostenrieder (CSU)

35,3 Prozent

Annette Luckner (SPD)

26,9 Prozent

Schongau

Falk Sluyterman

van Langeweyde (SDP)

48,9 Prozent

Hans-Jürgen Rehbehn

37,0 Prozent

Weilheim

Markus Loth (BfW)

34,7 Prozent

Angelika Flock (CSU)

21,7 Prozent

Wielenbach

Harald Mansi (WfW)

46,3 Prozent

Ignaz Jochner

27,1 Prozent

Kommunalwahl 2020 in Region Schongau: Alle Bürgermeister-Kandidaten im Überblick

So viel ist schon vor der Kommunalwahl 2020 sicher: In den Rathäusern und Gemeinderäten im Schongauer Land und im Lechrain werden nach dem 15. März viele neue Gesichter auftauchen. Etliche Bürgermeister kündigen ihren Abschied an:

Albert Hadersbeck (Altenstadt), Michael Asam (Peiting), Georg Epple (Apfeldorf), Xaver Fichtl (Ingenried), Helmut Angl (Lechbruck), Herbert Sieber (Prem), Margit Horner-Spindler (Reichling), Quirin Krötz (Rott), Siegfried Neumann (Schwabsoien) und Xaver Wörle (Steingaden).

In anderen Kommunen wie der Stadt Schongau oder den Gemeinden Burggen und Bernbeuren wollen die Amtsinhaber ihre Chefsessel im  Rathaus verteidigen. In Gemeinden wie Rottenbuch, Böbing, Hohenpeißenberg oder Schwabbruck treten die regierenden Bürgermeister ohne Gegenkandidaten an. Aktuelle Nachrichten zur Wahl finden Sie im News-Ticker für den Landkreis Weilheim-Schongau. Alle Infos zu Bayern* allgemein und München* lesen Sie ebenso in unseren Wahl-Tickern nach. 

Was viele Wähler aber nicht wissen: Wenn sich in einer Gemeinde nicht genügend Kandidaten für die Anzahl der Ämter findet, die zu besetzen sind, können die Wähler auch am Wahltag Kandidaten auf die Listen setzten, die selbst nicht kandidieren. Bei der letzten Kommunalwahl 2014 zum Beispiel hatte Martin Klein auf eine Bewerbung für das Wildsteiger Spitzenamt verzichtet - trotzdem erhielt er damals als „Phantomkandidat“ für das Amt des Bürgermeisters fast 34 Prozent der Stimmen. Bei der Kommunalwahl 2020 tritt er offiziell als Gegenkandidat von Bürgermeister Josef Taffertshofer an.

Tatsächlich können bei der Kommunalwahl auch Personen Bürgermeister werden, die gar nicht auf dem Wahlzettel stehen. Das passierte etwa vor sechs Jahren in der Gemeinde Schwaigen (Kreis Garmisch-Partenkirchen): Hubert Mangold war so beliebt, dass ihn 55 Bürger spontan auf ihre Stimmzettel schrieben und ihn in die Stichwahl schickten. Der amtierende Bürgermeister Karl Schwarzberger hatte im ersten Wahlgang nicht einmal die Hälfte der Stimmen erhalten - obwohl er als einziger Kandidat angetreten war. 

Infografik zur Kommunalwahl 2020 in Bayern: So funktioniert die Kommunalpolitik.

Bürgermeisterwahlen 2020 in der Region Schongau: Wann gibt es eine Stichwahl?

Bekommt keiner der Kandidaten für das Amt eines Bürgermeisters, Oberbürgermeisters oder Landrates im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent, gibt es am 29. März eine Stichwahl zwischen den beiden Spitzenreitern. Also den beiden Kandidaten, die im ersten Wahlgang die meisten Stimmen bekamen.

Somit scheinen Stichwahlen vor allem in den Kommunen wahrscheinlich, in denen es drei oder mehr Bewerber um den Chefsessel im Rathaus gibt.

Den Termin für die Stichwahlen schreibt das Wahlrecht vor: Diese muss immer am zweiten Sonntag nach der Kommunalwahl stattfinden. Die Resultate der Wahl in Schongau finden Sie gemeinsam mit denen für Weilheim im Ergebnistext für Weilheim-Schongau.

Übrigens: Wir bieten Ihnen unseren Spickzettel für die Kommunalwahl Bayern 2020 als Pdf zum Download und Ausdrucken

Schongau: 

In Schongau tritt wenig überraschend Bürgermeister Falk Sluyterman (seit 2014 im Amt) für die SPD wieder an. Die CSU macht es zunächst spannend und zauberte dann Kreissprecher Hans Rehbehn aus dem Hut. Als fast schon niemand mehr damit rechnete, kam am 21. November eine dritte Kandidatin dazu. Die ALS Schongau schickt die Unternehmerin Daniela Puzzovio bei der Kommunalwahl 2020 ins Rennen.

Auf unserer Überblicksseite können Sie sich genauer über die Bürgermeisterkandidaten bei der Kommunalwahl 2020 in Schongau informieren. In diesem Artikel haben wir für Sie einen Überblick über die Kommunalwahl in Weilheim zusammengestellt. 

Peiting:

Es ist mit Sicherheit eine der spannendsten Entscheidungen im Landkreis: Gleich fünf Kandidaten bewerben sich in Peiting um die Nachfolge des scheidenden Bürgermeisters Michael Asam (SPD, seit 1996 im Amt):

Peter Ostenrieder (CSU), Thomas Elste (Grüne), Annette Luckner (SPD), Andreas Schmid (Bürgervereinigung) und Christian Lory (Unabhängige Peitinger).

Die Kandidaten haben sich bereits einer Podiumsdiskussion der Schongauer Nachrichten gestellt.

Auf unserer Überblicksseite können Sie sich genauer über die Bürgermeisterkandidaten bei der Kommunalwahl 2020 in Peiting informieren.

Altenstadt:

Bürgermeister Albert Hadersbeck (CSU, seit 2002 im Amt) tritt bei der Kommunalwahl 2020 nicht mehr an. Zwei Kandidaten bewerben sich um seien Nachfolge: Andreas Kögl wurde in Altenstadt von der CSU für die Nachfolge von Rathauschef Hadersbeck nominiert. Dem Gemeinderat und Marketing-Chef der Raiffeisenbank Pfaffenwinkel ist vor allem „gute Nachbarschaft“ wichtig.

Konstantinos Papamichail ist überzeugt, als Bürgermeister Altenstadt weiter voranbringen zu können. Der SPD-Kandidat kann reichlich politische Erfahrung vorweisen. Im Gemeinderat ist er seit 2014 vertreten und seitdem Fraktionssprecher.

Bernbeuren:

Martin Hinterbrandner (seit 2014 im Amt) hatte lange überlegt, ob er nach der Niederlage bei der Aufstellungsversammlung der Unabhängigen Wählergemeinschaft Bernbeuren (UWG) noch einmal antritt. Der Rathauschef versucht sein Glück jetzt als SPD-Kandidat.

Josef Köpf hatte sich bei der UWG-Aufstellungsversammlung überraschend klar gegen den amtierenden Bürgermeister Martin Hinterbrandner durchgesetzt. Der Versicherungskaufmann ist Mitglied des Bernbeurener Gemeinderats.

Karl Schleich versucht es ein zweites Mal in Bernbeuren, nachdem er bei der letzten Kommunalwahl Amtsinhaber Hinterbrandner nur knapp unterlegen war. Der Case Manager tritt für die Wählergemeinschaft Lebendiges Bernbeuren an.

Kommunalwahl 2020 in Bayern: Welche Aufgaben haben Stadtrat und Gemeinderat?

Burggen:

Joseph Schuster will es in Burggen nochmal wissen. Der amtierende Rathauschef (seit 2008 Bürgermeister) tritt wieder für die Bürgerliste an und hofft auf eine dritte Amtszeit. Nach eigenen Angaben sprechen für ihn Erfahrung und gute Kontakte ins Landratsamt.

Richard Lang geht in Burggen für die Unparteiische Wählergemeinschaft ins Rennen. Der Schlosser ist Mitglied des Gemeinderates. Er richtet ein besonderes Augenmerk auf gemeindliche Einrichtungen wie Kindergarten und Schule.

Schwabbruck:

Norbert Essich dürfte in Schwabbruck einen ruhigen Wahlabend verleben. Der amtierende Bürgermeister der kleinen Gemeinde hat am 15. März keinen Kontrahenten zu fürchten. Essich tritt wieder für die Dorfliste Schwabbruck an.

Prem:

Andreas Echtler heißt der Kandidat, den die CSU in Prem kurz vor Torschluss aus dem Hut gezaubert hat. Der 25- jährige Bürokaufmann hatte bei der Dorf-Aufstellungsversammlung eine Kandidatur noch dankend abgelehnt.

Michael Christa, Maurer und zweiter Kommandant der örtlichen Feuerwehr, möchte in Prem für die Wählergemeinschaft Rathauschef Herbert Sieber beerben. Der 51-Jährige war bereits von 1996 bis 2002 im Gemeinderat vertreten.

Steingaden:

In Steingaden geht eine Ära zu Ende: Xaver Wörle (CSU) tritt nach 24 Jahren als Bürgermeister ab.  

Max Bertl ist einer von vier Kandidaten, die in Steingaden Nachfolger von Xaver Wörle werden wollen. Der 26-jährige Sparkassenfachwirt will „Steingaden voranbringen und in eine gute Zukunft führen“, sagt der CSU-Politiker.

Thomas Illert tritt für die Wählervereinigung Pro Steingaden als Bürgermeisterkandidat an. Der 54-jährige Realschullehrer stammt aus der Lüneburger Heide und lebt seit 1991 in Steingaden. Ihn „interessieren die Belange“ des Ortes.

Roberta Leimbach ist bereits seit zwei Legislaturperioden im Steingadener Gemeinderat vertreten. Jetzt möchte die 55- jährige Verwaltungsangestellte auf den Chefsessel im Rathaus. Sie wurde vom Förderverein Frauenliste nominiert.

Bernhard Hollerbach: Der 50-jährige Werkzeugmacher aus Urspring tritt in Steingaden für die parteifreie und unabhängige Liste an und wird von der „Liste Steingaden“ unterstützt. Unter anderem hat er den „Brennpunkt B17“ auf der Agenda.

Apfeldorf

Auch in Apfeldorf ist der Chefselssel im Rathaus neu zu besetzen: Gerhard Schmid ist seit seinem Sieg bei der Aufstellungsversammlung konkurrenzlos in Apfeldorf. Der Vizebürgermeister tritt für die Überparteiliche Einheitsliste/CSU als einziger Kandidat für die Nachfolge von Rathauschef Georg Epple an.

Kinsau:

Marco Dollinger muss in Kinsau keine Konkurrenz fürchten. Der amtierende Rathauschef (Kinsauer Liste, seit 2014) ist einziger Kandidat bei der Wahl zum Bürgermeister. Als wichtigstes Projekt der nächsten Zeit nennt er das Dorfgemeinschaftshaus.

Rottenbuch: 

Markus Bader ist gerade einmal Mitte Dreißig und steht schon vor seiner zweiten Amtszeit als Bürgermeister in Rottenbuch. Die Freie Wählerschaft Rottenbuch-Schönberg nominierte den Amtsinhaber (seit 2014). Einen Gegenkandidaten hat er nicht.

Böbing:

Peter Erhard leitet seit bald 18 Jahren die Geschicke der Gemeinde Böbing. Und es dürften weitere sechs dazu kommen. Der CSU-Politiker ist der einzige Kandidat bei der kommenden Bürgermeisterwahl am 15. März.

Wildsteig:

Josef Taffertshofer ließ erst im im November wissen, dass er sich noch einmal für das Bürgermeisteramt in Wildsteig bewerben möchte. Die Wählerliste nominierte den 59-jährigen Landwirt, der schon seit 2002 im Amt ist.

Martin Klein fordert in Wildsteig Amtsinhaber Josef Taffertshofer heraus. Der 53-Jährige wurde von der Bürgervereinigung einstimmig nominiert. Schon 2014 hatte Klein fast 34 Prozent der Stimmen erhalten, obwohl er gar nicht kandidierte.

Bad Bayersoien

Bürgermeisterin Gisela Kieweg (seit 2014 im Amt) tritt am 15. März wieder an. Die Amtsinhaberin geht für die Wählervereinigung „Für Bad Bayersoien“ ins Rennen. Auf eine eigene Gemeinderatsliste verzichtet Kieweg. Ihr Gegenkandidat: Gemeindrat Rupert Haseidl von der „Bürgerliste GUD“.

Reichling

Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler (seit 2008 im Amt) tritt bei der Bürgermeisterwahl 2020 in Reichling nicht mehr an. Demzufolge ist der Chefsessel im Rathaus neu zu besetzen. Drei Kandidaten bewerben sich um ihre Nachfolge.  

Lars Scharding ist Berufsmusiker bei der Bundespolizei und bewirbt sich für die Dorfgemeinschaft Ludenhausen für das Amt des Bürgermeisters in Reichling. Der 44-jährige Gemeinderat ist im Ort auch als Dirigent der Blaskapelle bekannt.

Alfons Schelkle geht bei der Bürgermeisterwahl für die Dorfgemeinschaft Reichling ins Rennen. Der Schreinermeister ist Gemeinderat, in Reichling geboren und aufgewachsen. Zwölf Jahre war er Kommandant der Feuerwehr.

Johannes Leis ist der dritte Kandidat in Reichling, der Rathauschefin Margit Horner-Spindler beerben möchte. Der leitende Angestellte tritt für die WählerGemeinschaft an. Er möchte, dass die Ortsteile besser zusammenwachsen.

Rott

Fritz Schneider ist der einzige Kandidat für die Nachfolge von Amtsinhaber Quirin Krötz in Rott. Der Landwirt aus Pessenhausen ist amtierender Vizebürgermeister und stellt sich für die Dorfgemeinschaft Rott zur Wahl. 

Hohenfurch

Guntram Vogelsgesang geht konkurrenzlos in die Bürgermeisterwahl in Hohenfurch. Der amtierende Rathauschef strebt seine dritte Amtszeit an. Die anderen Parteien und Gruppierungen haben keine Kandidaten nominiert.

Ingenried

Seit 1990 regiert Bürgermeister-Urgestein Xaver Fichtl die Gemeinde Ingenried. Der 64-Jährige, der somit fast sein halbes Leben lang Rathauschef des Dorfes ist, tritt bei der Kommunalwahl 2020 nicht mehr an. Somit wird am 15. März sein Nachfolger gewählt.

Georg Saur heißt der Bürgermeisterkandidat von Freie Wählervereinigung/Bürgerliche Wählergemeinschaft Ingenried, der die Nachfolge von Xaver Fichtl antreten will. Er arbeitet als Geschäftsführer beim Maschinenring.

Meinhard Ryba will Bürgermeister in Ingenried werden. Bei der Aufstellungsversammlung war er Herausforderer Georg Saur unterlegen. Jetzt soll er für die „Neue Wählergruppe“ antreten. Die Unterschriften-Sammlung läuft.

Schwabsoien

Manfred Schmid, Vizebürgermeister, steht seit seiner Nominierung durch die Dorfgemeinschaft Schwabsoien mit einem Bein im Rathaus. Amtsinhaber Siegfried Neumann (Sachsenrieder Liste) zog seine Kandidatur kurzfristig zurück.

Lechbruck

Werner Moll ist Kämmerer der Gemeinde Lechbruck. Jetzt will er Rathauschef Helmut Angl beerben, der nicht mehr antritt. Die Freie Wählergemeinschaft Lechbruck nominierte den Bertoldshofener zu ihrem Bürgermeisterkandidaten.

Marcus Prost wirft für die FDP in Lechbruck seinen Hut in den Ring. Der 46-jährige gebürtige Rheinländer ist Leiter des Führungsdienstes im Schloss Neuschwanstein. Beim Tourismus in Lechbruck sieht er „noch Luft nach oben“.

Enno Bremermann will für die CSU das Rathaus in Lechbruck erobern. Der 57-jährige Niedersachse lebt seit 1993 mit seiner Familie im Flößerdorf. Er will sich vor allem der Ortsentwicklung annehmen und wieder investieren.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa / Karl-Josef Hildenbrand

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