Krankenhaus GmbH auf dem Weg der Besserung

Weilheim-Schongau - Die Krankenhaus GmbH im Landkreis Weilheim-Schongau ist in finanzieller Hinsicht auf dem Weg der Besserung.

Angesichts der Diskussion um die Qualität der Kernspintomographen-Bilder am Schongauer Krankenhaus trat der Bericht von Geschäftsführerin Elisabeth Ulmer über die Lage der Krankenhaus GmbH bei der Kreistagssitzung in Raisting beinahe in den Hintergrund.

Dabei hatte Ulmer durchaus Positives zu berichten, auch wenn die GmbH nach wie vor rote Zahlen schreibt. „Die Pfeile zeigen in die richtige Richtung“, sagte die Geschäftsführerin über die Ergebnisverbesserung, als sie den Beteiligungsbericht 2010 für die Krankenhaus GmbH vorstellte. Mit „Ergebnisverbesserung“ meinte Ulmer den Rückgang des Defizits. Der Landkreis als Hauptgesellschafter (86,21 Prozent, Rest Bundesknappschaft) ist zur Veröffentlichung eines solchen Berichts über Unternehmen verpflichtet, an denen er Beteiligungen hält.

Größtes Sorgenkind dieser eigentlich privaten Unternehmen mit öffentlicher Beteiligung ist die Krankenhaus GmbH. Die für die Häuser Schongau, Peißenberg, Weilheim, Penzberg sowie für die Berufsfachschule, Kurzzeitpflege am Krankenhaus Peißenberg und Marie-Eberth-Altenheim in Schongau zuständige GmbH schreibt seit 2007 rote Zahlen. Seitdem hat der Landkreis rund 11,3 Millionen Euro zugeschossen - einschließlich des für heuer veranschlagten Defizits von 3,5 Millionen Euro. Allerdings ist die Ertragslage schon länger schlecht, da die GmbH zunächst auf ihre Rücklagen zurückgreifen konnte. Das Minus von 2006 und 2009 betrug insgesamt 16,2 Millionen Euro.

Gegenüber 2008 verringerte sich das Minus 2009 um rund 1,8 Millionen Euro. Einzig das Peißenberger Krankenhaus meldet ein höheres Defizit. Bei den Häusern in Schongau und Weilheim sei der „Turnaround“ gelungen. Dort sei man auf dem Weg, wieder schwarze Zahlen zu schreiben.

Das Ergebnis wäre laut Ulmer angesichts gestiegener Fallzahlen noch besser ausgefallen, wären nicht die Kosten für Personal und Energie gestiegen. „Hoffentlich haben wir es in zwei Jahren ganz geschafft“, so Ulmer im Kreistag. Ob dann allerdings das hoch defizitäre Haus in Penzberg (Minus 2009: 1,06 Millionen Euro) noch zur GmbH gehört, ist unwahrscheinlich: Das Haus steht vor dem Verkauf.

Auch interessant

Kommentare