Stefan Walter (links) und Wolfram Kulot (rechts) arbeiten bereits am Ausstellungskonzept und hoffen auf rege Beteiligung aus der Bevölkerung. foto: uf

Kultur hat viele Gesichter

Schongau - „Wir wollen kreativen Menschen aller Couleur ein Podium bieten“, sagt Stefan Walter. Zusammen mit Wolfram Kulot organisiert er die zweite „Ausstellung für Alles“.

Das Konzept: Jeder, der etwas zum Thema beizutragen hat, kann dies tun. „Es gibt unsererseits keinerlei Zensur. Lediglich größere Ausstellungsobjekte sollten vorangemeldet werden, um sie optimal präsentieren zu können“, so Wolfram Kulot.

Bereits im vergangenen Jahr fand die „Ausstellung für alles“ eine große Resonanz. Das lag einerseits an der bunten Mischung von Exponaten und andererseits auch an der Möglichkeit für jeden so genannten Hobbykünstler, seine Arbeiten im Verbund mit Werken renommierter Kunstschaffender der Region zu präsentieren.

In der Ausschreibung heißt es: „Die Ausstellung soll kein Sammelsurium von Heimatkitsch werden, sondern zu einer bewussten, reflektierenden oder auch ironischen Auseinandersetzung mit dem eigenen Lebensbereich anregen. Damit sind nicht notwendig nur geographisch lokalisierbare Orte gemeint, sondern auch das „Dahoam“ in einer geistigen Heimat, in kultureller Verwurzelung, in persönlicher Erinnerung oder subjektiver Weltinterpretation.“

Dem Kulturförderverein geht es in erster Linie darum, Mitbürger zu kreativem Arbeiten zu animieren und eine Plattform für neue und spannende Ideen zu bieten. „Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt“, so Stefan Walter. So können sich Aussteller mit Malerei, Bildhauerei, literarisch, musikalisch oder fotografisch mit dem Thema auseinandersetzen.

Zudem ist im Rahmen der zehntägigen Veranstaltung auch eine Art „Heimatabend“ geplant, bei dem Texte und Musik präsentiert werden können. Und auch Aktionskunst ist möglich. „Wenn sich zum Beispiel einer sein Kanapee in die Ausstellung stellt und sich zwei Wochen lang drauflegt, soll’s mir auch recht sein“, witzelt Stefan Walter.

Vor allem aber soll die Ausstellung verschiedene Ausgangspunkte für die Vorstellung von „Heimat“ beleuchten. So wollen die Organisatoren sich auch an ausländische Mitbürger wenden, um ein möglichst breites Spektrum zum Thema zu erfassen und ein verständnisvolles Miteinander zu fördern.

Und natürlich soll auch der Unterhaltungsfaktor nicht zu kurz kommen.

„Kultur hat viele Gesichter“, meint Wolfram Kulot, und die Organisatoren von „lechwärts“ möchten ein breites Publikum ansprechen. Spannend, skurril, sehenswert soll es werden. „Wir wünschen uns natürlich, dass es in irgendeiner Form krachert wird“. so Stefan Walter abschließend.

Informationen für Interessierte gibt es telefonisch unter der Nummer 08861/200955 oder im Internet unter www.lechwaerts.de. Die Anlieferung der Exponate soll am Freitag, 25. September von 14 bis 19 Uhr erfolgen. Die „Ausstellung für Alles“ findet vom 2. bis 11. Oktober im Römerhof statt, und wird am Freitagabend, 2. Oktober, mit einer Vernissage eröffnet. Geöffnet ist die überwachte Ausstellung an den Wochenenden bei freiem Eintritt.

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