Zertifizierte Kulturführer sind von links: Brigitte Petroussek aus Wildsteig, Elisabeth Welz aus Schongau, Maria Sporer aus Schwabsoien und Edith Brey aus Steingaden. In der Mitte Radom-Geschäftsführer Ren’e Jakob. foto: pp

Mit der Kulturführerin ins Radom

Raisting - Sie können sich zertifizierte „Pfaffenwinkler Kulturführer“ nennen, haben dafür eine eigene Ausbildung in einem „Leader“-Projekt absolviert: Die Rede ist von vier Damen aus Schongau, Schwabsoien, Steingaden und Wildsteig, die ab dieser Woche noch eine Aufgabe haben.

In Zusammenarbeit mit der „Radom Raisting GmbH“ übernehmen die Damen werktags Gruppenführungen in dem Industriedenkmal in Raisting.Elisabeth Welz (Schongau), Maria Sporer (Schwabsoien), Edith Brey (Steingaden) und Brigitte Petroussek aus Wildsteig bieten im Landkreis Orts-, Kirchen-, Themen- und Naturführungen und begleiten darüber hinaus auch Pilger oder Reisegruppen.

„Wir sind stolz und freuen uns auf diese Aufgabe“, sagte Kulturführerin Elisabeth Welz bei einem Pressetermin, bei dem „Radom“-Geschäftsführer René Jakob das neue Nutzungskonzept vorstellte. Dem zufolge ist das Radom nach Voranmeldung künftig auch werktags zugänglich - für Gruppen bis maximal 15 Personen. Samstags und sonntags betreuen wie bisher Mitglieder des „Fördervereins Industriedenkmal Raisting“ die Besucher ehrenamtlich - bis einschließlich 6. Obtober. Dann wird das Radom bis Mai geschlossen, einzelne Gruppenführungen während der Wintermonate sind laut Jakob nur auf Anfrage möglich, da es in der Hülle für die Besucher in der Regel einfach zu kalt sei.

Die „Radom Raisting GmbH“ ist Eigentümer des „unverfälschten Industriedenkmals von nationaler Bedeutung“, der Landkreis einziger Gesellschafter. Jakob ging auch auf Differenzen zwischen der GmbH und dem Förderverein ein. Letzter möchte, dass das Industriedenkmal zu einem Technikmuseum samt Exponaten ausgebaut wird, was die GmbH jedoch ablehnt: „Wir nutzen das, was wir haben.“

Von den rechtlichen Auflagen bezüglich Brandschutz und Fluchtwegen und auch von der Infrastruktur her sei ein Technikmuseum im Radom schlicht unmöglich, sagte Jakob. Ein Museumsanbau außen würde mindestens zwei Millionen Euro kosten, sei aber im Naturgebiet, welches das Bauwerk umgibt, ebenfalls undenkbar.

Erst kürzlich hatte Fördervereisvorsitzende Sabine Vetter erklärt, „unter den jetzigen Bedingungen“ werde es für den Verein keine weitere Öffnungssaison geben. Bislang deckt sich der Besucherbetrieb laut Jakob von selbst - „auch dank der ehrenamtlichen Mitarbeit des Fördervereins“.

Und: „Wir sind mit den Besucherzahlen zufrieden.“ Nach dem 6. Oktober werde man eine Bilanz der ersten Öffnungssaison ziehen und schauen, was noch optimiert werden könne. Ob der Förderverein ab Mai wieder mit von der Partie sei, obliege letztlich ihm selbst. Wenn nicht, gebe es Alternativen, so der Geschäftsführer der „Radom Raisting GmbH“.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Abschlussfeier an der Mittelschule Fuchstal: Schmale Pfade und breite Wege beschreiten
Die Schüler einer neunten und von zwei zehnten Klassen haben an der Mittelschule Fuchstal ihren Abschluss gemacht. Jetzt stand eine festliche Entlassfeier an.
Abschlussfeier an der Mittelschule Fuchstal: Schmale Pfade und breite Wege beschreiten

Kommentare