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Richtig stylisch: Seppi Frühschütz-Grüning mit alter (links) und neuer Zoom-Brille.

Landeswettbewerb von Schüler experimentieren

Lukas (11) und Seppi (14): Beeindruckt vom „krassen“ BMW-Werk

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Bad Bayersoien/Asch – Mit Sonderpreis und einem zweiten Platz sind Zoom-Brillen-Seppi und Solar-Lukas vom Landeswettbewerb Schüler experimentieren zurückgekehrt. Besonders beeindruckend war für die beiden die gewaltige Dimension des Veranstaltungsortes.

Das BMW-Werk in Dingolfing hat so viele Mitarbeiter wie die Stadt Einwohner – rund 18 000. Noch beeindruckender: Die Neuwagen werden im Minutentakt gefertigt. „Einfach krass“, sagt Lukas Muthsam zu diesem gigantischen Werk. Nicht weniger staunt Josef „Seppi“ Frühschütz-Grüning, als er durchs Montagewerk geführt wird, vorbei an diesen hochtechnischen Robotern, die von den Mitarbeitern mehr überwacht als bedient werden. Danach ging’s zurück in den Eingangsbereich, wo die Jungs ihre eigenen technischen Errungenschaften Juroren und Besuchern präsentierten.

82 Teilnehmer, 48 Projekte

82 Teilnehmer mit 48 Projekten haben sich insgesamt für den finalen Wettbewerb von Schüler experimentieren qualifiziert. Und mittendrin: Der Elfjährige Lukas Muthsam (Fuchstal) mit seiner Solarschneeräummaschine sowie der 14-jährige Seppi Frühschütz-Grüning (Bad Bayersoien) mit seiner nigelnagelneuen Zoom-Brille, die ihm einen coolen Sonderpreis einbrachte – einen Experimentierkasten (Bausatz) nach Wahl.

Ein bisschen enttäuscht war der Seppi trotzdem. „Die Jury hat gesagt, dass es so eine ähnliche Erfindung schon in China gibt, das habe ich nicht gewusst.“ Das konnte ihm beim Regionalentscheid keiner sagen, und auch Google spuckte darüber nichts aus. „Trotzdem waren die zwei Tage in Dingolfing ein super Erlebnis."

Gefragter Mann: Lukas Muthsam weckte mit seiner Solarschneeräummaschine das Interesse vieler Besucher.

Das sieht Solar-Lukas genauso. Er gewann nicht nur den mit 150 Euro dotierten Sonderpreis für regenerative Energien (vom Bundesministerium für Energie und Umwelt), sondern belegte im Endklassement auch noch einen starken zweiten Platz. Das war für den Kleinen jedoch nicht das Wertvollste an diesen zwei Tagen. „Am meisten gefreut hat mich, dass sich sehr viele Leute für mein Projekt interessiert haben.“ Und dass er am Mittwochmorgen von seiner Mama zur Schule gefahren wurde, dadurch eine Stunde länger schlafen konnte – und die brauchte er.

Denn die zwei Tage Dingolfing waren bei so viel Aufregung und neuen Eindrücken, dazu gehört auch die Übernachtung in einem „richtig coolen“ Hotel, mega anstrengend – auch für Lukas’ Mama und Seppis Papa, die die gut zweieinhalbstündige Autofahrt (einfach) auf sich genommen haben.

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