Sie sind in Berlin dabei: Bauernverbands-Kreisobmann Wolfgang Scholz (r.) und Bernhard Schleich. foto: jos

Landkreis-Vertreter beim Deutschen Bauerntag

Sachsenried - Der Landkreis Weilheim-Schongau ist beim Deutschen Bauerntag in Berlin gleich doppelt vertreten.

Bauernverbands-Kreisobmann Wolfgang Scholz aus Sachsenried ist einer von 500 Delegierten, Bernhard Schleich (Altenstadt) ist einer von insgesamt fünf geladenen Vertretern der Landjugend.

Jedes Jahr gibt es abwechselnd einen großen und kleinen Bauerntag, dieses Mal steht die kleinere Variante an. Doch spannend werde es allemal, glaubt Scholz, der im Ausschuss der Milcherzeuger sitzt. „Neben Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner kommen zwei für uns neue Gesichter: Der zuständige EU-Kommissar und der Berichterstatter zum Thema Zukunft der gemeinsamen Agrarpolitik.“ Denn wie es nach 2013 weitergeht, das treibt die Landwirte um. „Die große Frage ist, ob das Budget erhalten bleibt. Wir werden intensiv dafür. Denn durch die EU-Erweiterung gibt es eine andere Verteilung, und wir müssen schauen, dass wir da nicht hinten runterfallen“, so Scholz. Ein Beispiel: Für die Flächenprämie, die ein Bauer in Bayern erhält und nur einen minimalen teil des Einkommens ausmacht, könnte sein Kollege in Rumänien die Fläche kaufen, so groß ist der Unterschied. „Der Bauer würde dort mit der Prämie besser verdienen als ein Professor. Deshalb müssen wir erklären, warum es Unterschiede gibt und Hilfe und Schutz für unsere Bauern notwendig sind.“ Und Scholz passt es auch nicht, dass die Landwirte immer mehr Förderung für Umweltschutz und Landschaftspflege erhalten sollen - das passt nicht zu ihrem Selbstverständnis: „Für uns steht die Nahrungsmittelproduktion schon noch im Vordergrund“, betont Scholz.

Auch die Landjugend um Schleich hat einige Anliegen, vor allem die Vereinheitlichung der Ausbildung. „Die müsste auf Bundesebene homogenisiert werden. Denn es kann passieren, dass die Inhalte ganz anders verteilt sind und deshalb kein Austausch zwischen den Bundesländern stattfinden kann“, so Schleich. boris forstner

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