Applaus von den Zuhörern und Blumen für die Solisten gab es zum Schluss des ersten Konzerts der Reihe „Musik im Pfaffenwinkel“ im Kloster Benediktbeuern. Foto: rbe

Musik im Pfaffenwinkel: Auftakt gelungen

Weilheim-Schongau - Der Start der Konzertreihe „Musik im Pfaffenwinkel“ ist jetzt in der Basilika Benediktbeuern erfolgt.

Der Start der Konzertreihe „Musik im Pfaffenwinkel“ ist jetzt in der Basilika Benediktbeuern erfolgt - mit drei häufig aufgeführten und beim Publikum beliebten „Klassik-Charts“, die zum Standardrepertoire des Konzertbetriebs gehören. Auf dem Programm der seit langem ausverkauften Veranstaltung standen Haydns Trompetenkonzert Es-Dur, Mozarts Große Sinfonie g-moll und seine Krönungsmesse.

Das von Christian Fröhlich dirigierte Orchester, bestehend aus Mitgliedern des Bayerischen Staatsorchesters, zeigte sich in allen Gruppen engagiert und bestens in Form. Mit sicherer Intonation und musikalisch beseelt, erzeugten die Streicher einen seidigen, warmen Klangteppich mit reichen Farben, wobei offenbar die tückische Akustik des Kirchenraums die Violinen etwas zu deutlich über die tiefen Streicher dominieren ließ. Auf dem gleichen hohen Niveau mit makelloser Klangintensität musizierte auch die kleine Bläsergruppe.

Der Gemischte Chor im Pfaffenwinkel stellte sich in der Krönungsmesse als gut einstudierte, homogene Einheit dar, was ja für ein Laienensemble überhaupt nicht selbstverständlich ist. Hochmotiviert und mit ansteckender Musizierlust steigerte sich der Chor zum klangschönen Partner des Orchesters, gemeinsam verlieh man der Mozart-Messe viel Glanz.

Souverän und in allen Stimmlagen gut besetzt waren auch die Gesangssolisten mit dem glitzernd-hellen Sopran von Susanne Winter sowie Margarete Joswig, Johannes Chum und Tobias Pfab, die ihr in nichts nachstanden. Letzterer hat übrigens seine erste Gesangausbildung einst beim Tölzer Knabenchor erhalten. Eingangs hatte Andreas Öttl den effektvollen Solopart in Haydns Trompetenkonzert mit Bravour gespielt und diesem Werk Glanz und Feuer verliehen.

Sehr viel Beifall für alle Mitwirkenden und Blumen für die Solisten gab es nach den letzten Klängen. Unerfahrene Zuhörer taten ein Zusätzliches und applaudierten auch mal zur Unzeit. Eigentlich gar nicht so schlecht, denn daran sah man auch, dass die klassische Musik immer wieder neue Freunde findet. Die nächsten Konzerte der Reihe finden am 5. und 19. Juli in der Wieskirche statt.

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