Wie die Opfer aus untersten Schichten dem NS-Regime ausgeliefert waren

Peiting - Bei der Ausstellungseröffnung "Die dunkle Seite von Herzogsägmühle 1936 - 1945" werden Schicksale von Menschen, die von Nationalsozialisten als asozial abgestempelt wurden.

In den Jahren zwischen 1936 und 1945 wurde die seit 1894 bestehende Wanderfürsorgeeinrichtung in Herzogsägmühle von den Nationalsozialisten in einen Zentralwanderhof umgewidmet. In diese Zwangsfürsorge für Nichtsesshafte und Asoziale wurden in diesen Jahren 6000 Männer und Jugendliche zwangsweise eingewiesen und mussten unter militärischem Drill und schlechten Lebens- und Arbeitsbedingungen Zwangsarbeit leisten. 376 Männer zwischen 60 und 78 Jahren überlebten den Aufenthalt nicht und starben an Unterversorgung, sieben begingen Selbstmord, 30 starben an ungeklärter Ursache und 18 wurden ins KZ Dachau überstellt, wo 14 von ihnen starben.

Zu der Eröffnung der Ausstellung Die dunkle Seite von Herzogsägmühle 1936 bis1945 begrüßte Rainer Endisch, stellvertretender Direktor und Initiator der Ausstellung, am Mittwochvormittag etwa 400 geladene Gäste. Aufgezeigt werden Schicksale von Menschen, die vom nationalsozialistischen Regime als asozial abgestempelt, weggesperrt, in Lagern zu Zwangsarbeit gezwungen und zum Teil getötet wurden.

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