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Schongau Pfadfinderstamm "Lechscouts" feiert 30-jähriges Bestehen

Schongau - Auf 30 Jahre Pfadfinderstamm Lechscouts in Schongau haben Mitglieder, Freunde und Familienangehörige bei einem Sommerfest zurückgeblickt.

„Wir sind eine Jugendgruppe wie jede andere auch“, sagt Johanna Neudert über die Lechscouts, den Schongauer Stamm des Deutschen Pfadfinderbundes Hohenstaufen DPB. „Nur vermitteln wir auch Werte und bringen die Kinder, die die ganze Woche drinnen hocken müssen, raus in die Natur.“

Pfadfinder sein heißt, man lernt die Natur kennen, den Zusammenhalt und hat eine schöne Zeit in der Gruppe. An die man sich gerne zurückerinnert, wie Landrat Friedrich Zeller. Der Ehemalige war einer der Gratulanten zum 30-jährigen Bestehen der Lechscouts, das beim Sommerfest gefeiert wurde.

Spätestens hier wird aber klar, dass die Pfadfinder doch keine Jugendgruppe wie jede andere sind. Eigentlich sind die Lechscouts 32 Jahre alt, doch in den 1980iger-Jahren legte der Stamm am Lech um Dirk Hessling eine „kreative Pause“ ein. Erst der Besuch aus Schongaus Partnerstadt St. Niklaas verhalft den Aktiven in ihrer grünen Kluft, die sich immer mit Links grüßen, zu einem Comeback.

Das ist ein Teil der Geschichte, an die Zeitungsausschnitte und vor allem die Abzeichen aus Partnerschaften und großen Feldlagern erinnern. Ein anderer Teil der Geschichte geht beim Sommerfest im neuen Pfadfinder-Heim im Jugendzentrum zuende bzw. beginnt neu: Denn nach sechs Jahren als Stammführer geben Sebastian Hirschmann und Julia Ruß die Leitung der rund 50 Köpfe zählenden Gruppe ab.

Eigens aus Stuttgart, wo die Bundesleitung Pfadfinderstammes sitzt, war Bundesfeldmeister Frank Karg angereist, um den neuen „Chefs“ Annelie Noack und Johanna Neudert die Insignien ihrer Aufgabe, die neuen Schnüre, zu übergeben. Mit den beiden jungen Frauen sind erstmals bis auf zwei Aufgaben alle Posten in weiblicher Hand, dazu wurden zwei Aufgabengebiete neu geschaffen. Während sich Hirschmann und Ruß nun Studium und Job widmen, ist es an der neuen Stammesleitung, sich den Problemen der Lechscouts zu stellen.

Große Veränderungen wird es allerdings nicht geben, da die 18-jährige Annelie Noack schon seit einiger Zeit die Geschicke des Stammes lenkt und weiß, dass ihre Leute die Aufgabe angehen und lösen werden. Aber auch die öffentliche Hand hat die Lechscouts inzwischen wahrgenommen. Neben der Jugendreferentin Ilona Böse und dem zweiten Bürgermeister Paul Huber war eben auch Landrat Friedrich Zeller zum Sommerfest gekommen, das doch sehr an ein Feldlager mit Jurte und Zelten erinnerte. Wo sonst die Wölflinge oder Rover sich ihren Aufgaben widmen, saßen diesmal vor allem Ehemalige und Eltern, um dem Treiben ihrer Sprösslinge zuzusehen.

Die hatten sich einige Programmpunkte mit Musik, Theater und einer Wissensshow à la „Wer wird Millionär“ ausgedacht, um die Anwesenden zu unterhalten und zu zeigen, was man als Pfadfinder so tut und lernt. Denn es ist wirklich so: Auf der Kluft sammeln sich die „Badges“, die darauf verweisen, dass der Träger erste Hilfe oder Knoten knüpfen kann und die Wegezeichen kennt. Aber ansonsten sind die Lechscouts eine Jugendgruppe wie jede andere auch.

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