Mit Hilfe der Mitfahrzentrale kann man günstig zu einem Reiseziel kommen. Foto: mzv-Archiv

Schongauer Umweltinitiative empfiehlt Mitfahrzentrale: „Fahr mit - spar Sprit“

Schongau - „Ich würde ja gern das Auto stehen lassen, wenn der Bus öfter fahren würde.“ Dieses Klagelied ist oft zu hören. Dabei lässt sich ein löchriger Busfahrplan leicht ergänzen.

„Fahr mit - spar Sprit“: Das predigt auch Claudia Fenster-Waterloo aus Steingaden, die bei der Umweltinitiative Pfaffenwinkel (UIP) den Arbeitskreis Öffentlicher Personen-Nahverkehr (ÖPNV) leitet. Sie hat sich bei der Mitfahrzentrale im Internet registrieren lassen und bietet z.B. Fahrten von Steingaden nach Füssen an. „Ich bin bei den Fahrzeiten relativ flexibel“, sagt Claudia Fenster-Waterloo. Bisher habe sich bei ihr allerdings noch niemand gemeldet, der das gleiche Ziel habe und mitfahren wolle.

Diesen nicht-kommerziellen kostenlosen Mitfahrservice gibt es bundesweit. Er wird derzeit von 565 Landkreisen und Gemeinden organisiert. Darunter sind die Städte München und Schongau sowie die Landkeise Landsberg, Starnberg und Garmisch-Partenkirchen.

Das mit der Mitfahrzentrle funktioniert so: Jemand will zu einer bestimmten Uhrzeit von A nach B fahren, hat aber bei www.bahn.de herausgefunden, dass zu dieser Zeit auf dieser Strecke kein öffentlicher Bus oder Zug verkehrt. Deshalb ruft er im Internet die Seite www.mifaz.de/muenchen auf, wo er sich bei seinem ersten Besuch kostenlos und problemlos registrieren lassen hat. Dabei kann genau festgelegt werden, welche von seinen Daten veröffentlicht werden dürfen.

Nun loggt er sich mit seiner E-Mail-Adresse und einem Passwort ein, ruft die Suchfuntkion auf und gibt in die Suchmaske seinen Standort und das Ziel sowie Datum und Uhrzeit seiner geplanten Fahrt ein. Dabei hat er die Wahl: Er kann entweder Mitfahrer suchen, die mit ihm in seinem Pkw mitfahren, oder er sucht jemanden, der die gleiche Strecke fährt und ihn mitnimmt. Er kann sich für eine der beiden Alternativen entscheiden oder beides gleichzeitig suchen.

Mit etwas Glück wird ihm sofort eine Mitfahrgelegenheit angeboten, weil schon jemand anders die gesuchte Strecke anbietet. Wenn dies nicht der Fall ist, gibt er in wenigen Schritten ein (kostenloses) „Inserat“ auf. Vielleicht meldet sich später ein Interessent per Telefon oder E-Mail. „Je länger das Inserat im Internet steht, desto größer sind die Chancen, einen Mitfahrer oder eine Mitfahrgelegenheit zu finden“, gibt Claudia Fenster-Waterloo zu verstehen. Mitfahrer würden übrigens einen Spritanteil bezahlen, dessen Höhe in dem Inserat angegeben werden kann. Auch wer regelmäßig oder immer wieder eine Strecke fahre, könne dies in seinem "Inserat" vermerken.

„Diese Idee lebt vom Mitmachen“, bestätigt Hans Schütz von der Umweltinitiative Pfaffenwinkel in Peiting. Und er kündigt an: „Wir wollen noch mehr Gemeinden ins Boot holen“. Wichtig sei, kräftig die Werbetrommel für die Mitfahrzentrale zu rühren, damit die Aktion bekannter und somit auch erfolgreicher werde.

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