Trägerin des Staatspreises: Tanja Seelos (18) aus Schwabsoien hat ihren Abschluss als Hauswirtschafterin in München mit der Note 1,16 gemacht. foto: penning

Schwabsoienerin schließt Ausbildung mit Staatspreis ab

Schwabsoien - Das erste Ziel hat Tanja Seelos (18) mit Erfolg gemeistert, als Hauswirtschafterin nicht nur mit der Note 1,16 abgeschlossen, sondern auch noch einen Staatspreis erhalten.

Zwei Jahre besuchte die hübsche Blondine die Berufsfachschule für Hauswirtschaft in Schongau, ehe sie - als Folge des dualen Systems - an die Berufsschule München-Land wechselte. Duales System, das bedeutete, vier Tage in einem Betrieb arbeiten und einen Tag die Schule besuchen. Und es bedeutete, sehr früh aufzustehen. „Der Wecker hat um 4.40 Uhr geklingelt, wenn ich in die Berufsschule musste“, blickt sie zurück. Mit dem Auto fuhr sie bis nach Kaufering, pickte unterwegs in Leeder und Landsberg noch zwei Mitschülerinnen auf.

Dann ging’s mit dem Zug nach München. Und an den anderen Tagen ins Kloster nach Landsberg, wo sie einen Ausbildungsplatz fand. „Ich hätte auch einen Platz in einem Füssener Hotel oder in einer Kaufbeurer Großkonditorei bekommen können, habe mich aber letztlich für das Kloster entschieden, weil das der einzige Platz war, den ich auch mit der Bahn ereichen konnte.“ Und das war wichtig, als sie noch keinen Führerschein besaß.

Den hat sie inzwischen und einen Job, „der mir sehr viel Spaß macht“. Im Kloster ist sie fürs Kuchen backen und Zubereiten der Nachspeisen zuständig und versorgt noch den großen Garten. „Dazu gehört auch der Verkauf von Gemüse, Obst und Blumen“, erzählt sie. Ein Jahr - bis Ende Juli nächsten Jahres - wird sie noch im Kloster bleiben, dann steht wieder Schule auf dem Programm. „Ich bin noch jung und möchte mich weiterbilden“, hat die sympathische junge Dame sich große Ziele gesteckt. Diätassistentin oder hauswirtschaftliche Technikerin - das sind beides Berufe, die sie sich gut vorstellen kann. Als Hauswirtschaftstechnikerin könnte sie einen eigenen Betrieb leiten und auch selbst ausbilden.

Aber soweit ist es noch nicht. Egal ist ihr übrigens auch, wo ihr späterer Arbeitsplatz sein wird. „Das nehme ich so, wie es kommt und wo sich das Geeignete findet“, beantwortet sie eine entsprechende Frage spontan. Aber bis dahin vergeht ja auch noch eine Menge Zeit. Bis April nächsten Jahres muss sie sich für die neue Schule beworben haben. Und davor, dass sie nicht genommen wird, muss sie sich angesichts des ausgezeichneten Schnitts wohl keine Sorgen machen.

Angesprochen auf die zurückliegenden Jahre und darauf, was ihr besonders lag, meint sie: „Ernährungslehre hat mir viel Spaß gemacht. Man will schließlich wissen, was so alles in den Lebensmitteln drin ist.“ Eher trocken fand sie Sozialkunde. „Da muss man den Stoff ganz einfach pauken.“

Hobbies hat die junge Dame auch. Sie spielt Querflöte in der heimischen Blaskapelle, geht gern shoppen („Das tut doch jedes Mädchen gern“), trifft sich gern mit Freunden und zählt auch Fortgehen zu ihren Hobbies. Und natürlich das Backen. Und nachdem Liebe bekanntlich durch den Magen geht, muss sich der spätere Mann sicher keine Sorgen machen. Denn eine Familie und Kinder haben - das mochte Tanja auf jeden Fall. Aber das hat noch Zeit, denn zunächst will sie erst einmal ihre beruflichen Ziele verwirklichen.

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