Ein Foto aus besseren Tagen? Die Rettungsleitstelle in     Weilheim nach dem Umzug in die neuen Räume. archic

Schwere Vorwürfe gegen das BRK

Weilheim-Schongau - Über „nicht mehr ertragbare“ Zustände am Arbeitsplatz in der Weilheimer Rettungsleitstelle ist in einem anonymen Brief die Rede. Die Verfasser, die über sehr viel Insiderwissen verfügen, fordern unter anderem deutlich mehr Personal.

Das dreiseitige Schreiben, das auch an die drei zuständigen Landräte und den Rettungszweckverband ging, listet zum Beispiel auf, dass mehr als die Hälfte der 19-köpfigen Belegschaft an Erkrankungen wie Herzproblemen, Bluthochdruck oder Burn-Out leide. Es sei davon auszugehen, dass der Stress in der Arbeit die Ursache dafür sei. Die Probleme begannen, als der Betrieb der Rettungsleitstelle an der Johannes-Damrich-Straße in Weilheim, die zunächst für die Alarmierung des Rettungsdienstes zuständig war, vom Bayerischen Roten Kreuz übernommen wurde, heißt es. Wegen der im Dezember anstehenden Umstellung auf die so genannte integrierte Leitstelle, die die Feuerwehralarmierung miteinschließt, müsen sämtliche Mitarbeiter mehrere mehrwöchtige Lehrgänge zum Thema „Feuerwehr“ absolvieren. Zusätzliches Personal für die fehlenden Kollegen wurde nicht eingestellt, so steht es in dem Brief. Die Belastungen seien auf die verbliebenen Kollegen verteilt worden, von denen manche bis zu 300 Überstunden vor sich herschieben würden. „Jede Erkrankung eines Kollegen wird zu mittleren Katastrophe.“ Mit der Einführung der integrierten Leitstelle steige die Arbeitszeit von 38,5 auf 45 Stunden - inklusive Bereitschaft erhöhe sich die Anwesenheit in der Dienststelle auf zwölf Stunden. Eineinhalb neue Stellen, die ab Dezember geschaffen werden, reichten dafür bei weitem nicht aus.

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