EU beschließt Verbot von Einweg-Plastik

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Solo-Premiere zum Niederknien

Schwabniederhofen - Ein Chor, zwei Soloauftritte, drei Bands - die traditionelle „lange Nacht der Musik“ im Kulturzentrum Schwabniederhofen bot wieder facettenreiche musikalische Schmankerl.

Aus Wien kam die sympathische Sängerin Fanny Krausz, war also von weiter angereist, alle anderen Künstler kamen aus der näheren Umgebung. „Wir sind ganz erschöpft von der weiten Anreise“, witzelt Martin Kees von der Hohenfurcher Gruppe „Die Bachband“, die gar nicht Bach spielt, aber dafür unglaublich guten alten Swing in den vollbesetzten Saal zaubert und mit Klezmermusik begeistert.

Uli Linder zählt mit seinem Kontrabaß und einem unglaublich gutem Rhythmusgefühl als das Fundament der Band, Martin Kees als bekennender Notenhasser improvisiert hervorragend auf Gitarre und Banjo. Und dann gibt es da auch noch Margret Schmid-Holl, der eigentliche Kern der Bachband, die teuflisch gut Klarinette und Saxophon spielt und so ganz bescheiden dabei wirkt.

Wirklich gute Laune verbreitet der Chor „Mosaix and friends“ aus Rott am Lech und präsentiert sich als bunter, fröhlicher Stimmenhaufen, der gesanglich das Projekt „Crazy Love“ anpackt und mit teils Eigenkompositionen, teils bekannten Musikstücken das immer wieder interessante Thema „Männer, Frauen und die Liebe“ beleuchtet.

Die A-Capella Interpretationen einiger Popsongs sind nicht nur stimmlich einwandfrei, sondern stellten sich als eine begeisternde Mischung aus Comedian-Harmonist-Stil und Chorgesang heraus. Und dann kommt Simon Schmitt, und es wird so richtig voll im Kulze und das nicht nur, weil der junge Künstler aus Schwabnierderhofen kommt, sondern weil man neugierig ist, denn Simon Schmitt hat seinen ersten Solo-Auftritt.

Als aufgeregt wird er angekündigt, als nervös. Was dann aber geboten wird von dem sympathischen Sänger, das ist so unglaublich locker, so neu, so frisch serviert, dass man fast sprachlos wird.

Eigentlich muss man Simon Schmitt hören, denn beschreiben kann man seine Darbietung kaum. Simon macht aus bekannten Volksliedern spannende Geschichten und aus bekannten Märchen fetzige Lieder. Das klingt sonderbar und das ist es auch, aber es ist unglaublich gut durchdacht und spannend.

Und wenn man liest, dass Simon Schmitt aus dem Lied „Fuchs du hast die Gans gestohlen“ eine wirklich einmalige Story bastelt, dass er das Märchen „der Wolf und die sieben Geißlein“ in einen irren Rapp-Stil verwandelt, dann klingt das irgendwie platt und langweilig, daher sollte man Simon Schmitt unbedingt selber hören und erleben.

Seine Geschichte über mathematische Fachwörter, bei dem der Planet Tangens 1 angegriffen wird und eine Bombe Phi durch das Fällen eines senkrechten Lots des Angreifer Cosinus zerstört wird, ist durchdacht, steckt voller Ideen, ist witzig-intelligent und wirklich einmalig.

Seine Zuhörer hat Simon Schmitt vor allem durch seine fesselnde Vortragsweise und durch seine Stimmverstellung eindeutig in seinen Bann gezogen, die Stimmung im Kulze ist fröhlich-locker nach diesem Auftritt, und man kann sich ganz den Klängen von Wiener Liedern, vorgetragen von der östereichischen Schauspielerin Fanny Krausz, hingeben.

Die beiden popig-rockigen Bands „Knollar“ und die junge Schongauer Band „Die Plomaten“ runden die kurzweilige lange Nacht der Musik ab.

rwg

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