Spitzenpreise von 2000 Euro beim größten Kaltblut-Fohlenmarkt Europas

Rottenbuch - Beim 100. Rottenbucher Fohlenmarkt haben sowohl die Stut- als auch die Hengstfohlen Spitzenpreise von 2000 Euro erzielt. Der Pferdezuchtverband Oberbayern zeigt sich zufrieden.

Im Vorjahr lagen die Höchstpreise bei beiden Geschlechtern noch bei 2300 Euro. Insgesamt wechselten beim größten Kaltblut-Fohlenmarkt Europas 88 Rösser den Besitzer. (2006: 83 Pferde) Das teuerste Hengstfohlen stammt aus der Zucht von Klement Kölbl aus Forst (Gemeinde Wessobrunn) im Landkreis Weilheim-Schongau. Den höchsten Auktionspreis bei den Stutfohlen erzielte ein Ross von Michaela und Alfred Waltenberger aus Rammingen im Landkreis Unterallgäu.

Die 62 verkauften Hengstfohlen erreichten im Schnitt einen Preis von 767 Euro (2006: 1096 Euro). Der Minimalpreis lag bei 520 Euro. Die 26 Stutfohlen erzielten im Durchschnitt 1048 Euro (2006: 725 Euro). Der niedrigste Preis bei der Auktion war 580 Euro.

"Die Preise waren heuer wirklich gut", freute sich Florian Schelle, Vorsitzender des Pferdezuchtverbandes Oberbayern. "Wenn das alle Jahre so laufen würde, wären wir hoch zufrieden." Obwohl sich die Zahl der eingetragenen Stuten in den vergangenen 30 Jahren auf 2000 fast verdreifacht habe, registriert Schelle immer noch eine "rege Nachfrage" nach den Kaltblütern. Verändert habe sich der Einsatzbereich der Rösser: "Früher wurden die Kaltblüter vor allem in der Landwirtschaft genutzt. Heute gelten sie in erster Linie als Freizeitpferde."

Drei Rösser von Klement Kölbl aus Forst/Wessobrunn wurden von der Richterkommission besonders gut bewertet und mit einer Rosette ausgezeichnet.

Je eine Rosette erhielten folgende Züchter aus dem Landkreis Weilheim-Schongau: Franz Xaver Gindhart (Wildsteig), Franz Ressler (Forst/Wessobrunn), Josef Lindauer (Peißenberg), Artur Ehlich (Peißenberg) sowie Franz Erhard (Huglfing).

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