+++ Eilmeldung +++

Traurige Corona-Nachricht: Winter-Tollwood abgesagt - obwohl es kurz zuvor noch Hoffnung gab

Traurige Corona-Nachricht: Winter-Tollwood abgesagt - obwohl es kurz zuvor noch Hoffnung gab

Über 150 Politiker aus dem Landkreis Weilheim-Schongau unterwegs in Sachen Müll

Erbenschwang - Über 150 Politiker aus dem Landkreis Weilheim-Schongau haben sich jetzt bei der EVA getroffen und schlau gemacht, wie im Kreis der Müll entsorgt wird.

„Die kommunale Familie ist wieder mal zusammen“: Mit diesen Worten eröffnete Landrat Friedrich Zeller ein besonderes Treffen von Bürgermeistern, Kreis- und Gemeinderäten. Besonders deshalb, weil es im Abfall-Entsorgungszentrum der Erbenschwanger Verwertungs- und Abfalentsorgungsgesellschaft (EVA) stattgefunden hat.

Alle fünf Jahre, so Zeller in seiner Begrüßung, finde dieses ebenso informative wie interessante Treffen statt, um den Lokal- und Kreispolitikern die EVA und das Bemühen des Landkreises um die Abfall-Vermeidung und -Entsorgung näherzubringen. Und in der Tatsache, dass der Einladung 25 erste Bürgermeister und fast 170 Kreis- und Gemeinderäte gefolgt waren, sah EVA-Geschäftsführer Fritz Raab „sowohl ein Zeichen der Anerkennung unserer Arbeit, aber auch ein Zeichen der Wichtigkeit unserer Bemühungen rund um das Thema Abfall“.

Raab war es auch, der den geladenen Gästen einen Überblick über die Aufgaben der EVA und das kreiseigene Tochterunternehmen selbst gab, das im kommenden Jahr 20-jähriges Bestehen feiert. 114 Container-Standorte im Landkreis Weilheim-Schongau, dazu noch Wertstoffhöfe und Grüngutsammelstellen, 35 000 Tonnen Müll im Jahr, eine Verwertungsqquote von 92 Prozent, 14 Beschäftigte und 16,3 Millionen Euro Umsatz im vergangenen Jahr: Das waren die Eckzahlen, mit denen Raab aufwartete.

Stolz sind die EVA, Raab und Landrat Zeller darauf, dass Jahr für Jahr durch den Einsatz neuer Innovationen und Techniken „der Restmüll immer weniger wird, den wir verfüllen, und dadurch die Deponie immer länger halten wird“, so Zeller. Und: Zum achten Mal in Folge wurden seit 1994 die Müllgebühren gesenkt, unter den 96 bayerischen Entsorgungs-Körperschaften nimmt die EVA den zwölften Platz ein.

„Auch im Bereich der Energiewende sind wir besonders engagiert, deshalb versehen wir unsere Gebäude und demnächst auch die Altdeponie mit Solaranlagen“, so Raab. Neue Wege beschreitet man bei der EVA auch in Sachen Biomasse: So werden auf einem nahegelegenen Acker von schlechter Qualität verschiedene Pflanzen angebaut, um zu sehen, welche Biomasse sie später erzeugen können. So könnte in naher Zukunft eine Monokultur in der Landwirtschaft verhindert werden. Denn bislang wird ja fast nur ausschließlich Mais zur Biomasse-Erzeugung angebaut.

Nach so viel interessanter Theorie folgte für die Lokalpolitiker dann die anschauliche Praxis: Aufgeteilt in fünf Gruppen, wurde die Anlage besichtigt und der Weg des Mülls von der Anlieferung bis zur Lagerung auf der Deponie durch die mechanisch-biologische Restmüllbehandlungsanlage (MBA) beschrieben. „Es ist absolut interessant, zu sehen, was hier mit dem Müll passiert“, sagte zum Beispiel Ute Orawetz, Kreisrätin und Stadträtin aus Weilheim. „Mein Mann ist Umwelttechniker, und hier sehe ich jetzt was das überhaupt bedeutet. Außerdem ist es für unsere Arbeit wichtig und interessant, vor Ort zu sehen, über was wir im Kreistag reden.“

Ebenso interessiert und begeistert zeigte sich der Schongauer CSU-Stadtrat Helmut Hunger: „Ich bin zum ersten Mal hier und finde es absolut faszinierend, wie hier der Müll sortiert, gefiltert und bearbeitet wird. Und das vor dem Hintergrund, dass man noch vor wenigen Jahren alles einfach in den Müll und dann auf die Deponie gekippt hat.“

Auch interessant

Kommentare