Überwachungskamera beweist die Straftat

Junger Mann (19) stiehlt Geld aus Bankomat 

Schongau - Gelegenheit schafft Diebe: Dieses Sprichwort traf auf einen jungen Mann aus einem Dorf bei Schongau zu. Wegen Unterschlagung musste sich der 19-Jährige jetzt vor dem Amtsgericht Weilheim verantworten und wurde von Jugendrichter Michael Eberle schuldig gesprochen.

Bei der Schilderung seiner Tat sah der zur Tatzeit 19-Jährige das Ganze noch vollkommen locker. „Das hätte jeder getan“, war er sich sicher. Im August vergangenen Jahres wollte der 19-Jährige in München Einkäufe tätigen. An einem Bankautomaten im Münchner Hauptbahnhof plante er Geld abzuheben. Er gab den falschen Code ein und verließ das Gebäude, um sich bei seinem Großvater telefonisch nach der richtigen Pin-Nummer zu erkundigen.

Dann kam der Zufall ins Spiel. An genau diesem Bankautomaten hob eine Münchnerin 150 Euro ab und vergaß, das Geld mitzunehmen. Für eine kurze Zeit bleiben die Scheine im Automaten, bevor sie wieder eingezogen und auf das entsprechende Konto eingezahlt werden. Die Frau ging also ohne ihr Geld, und in diesem Moment kam der junge Mann zum Bankautomaten zurück, sah das Geld – und freute sich. „Was hätte ich denn machen sollen, es war ja kein Schalter da, wo ich das Geld hätte abgeben können“, verteidigte er sich.

Richter Eberle sah das anders: „Es gibt auch Fundbüros“, betonte er. Außerdem stellte der Richter in Frage, ob jeder das Geld mitgenommen hätte. „Es gibt zum Glück so viele ehrliche Menschen“, sagte er.

Video der Überwachungskamera beweist alles

Natürlich wurde auch dieser Bankautomat per Video überwacht. Nachdem die Münchnerin auf Anraten ihrer Bank Anzeige erstattet hatte, wurde das aufgezeichnete Material ausgewertet, und das führte zu dem jungen Täter, der das Ganze sofort einräumte. „Ein Geständnis ist hier läppisch. Es bleibt ja gar nichts anderes übrig bei dem Beweisfoto“, verdeutlichte die Staatsanwältin. Erschwerend kam für den Angeklagten bei dieser Verhandlung hinzu, dass er trotz seines jungen Alters schon drei Einträge im Bundeszentralregister hat.

Richter Eberle erteilte für die erneute Straftat eine Verwarnung. Zur Rückzahlung des unterschlagenen Geldes kommt noch eine Geldauflage von 400 Euro, zahlbar an die Brücke-Oberland, hinzu, die der Auszubildende in vier Monatsraten abzahlen kann. Außerdem muss er 16 Stunden soziale Dienste ableisten. „Wenn man sich auf so eine Ausrede zurückzieht, macht man es auch nicht besser“, belehrte der Richter den jungen Mann noch und er fügte hinzu: „Das nächste Mal gibt es die rote Karte!"

Regina Wahl-Geiger

Rubriklistenbild: © dpa

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