Ehrungen im Rahmen der 50-Jahr-Feier: Es gab viele Menschen zu ehren am Abend der Jubelfeier. Fast 50 von einst 70 Mitgliedern aus dem ersten Jahr leben noch, weiterhin gibt es viele, die vor 40 und 25 Jahren beigetreten waren. Ein kleine Auswahl zeigt das Foto: (von links) Franz Schlesinger (Sportverband), Herbert Sieber (Verdienstnadel in Gold mit gr. Kranz), Thomas Niggl (Verdienstnadel in Silber mit Gold), Heinz Eckl (Fußballverband), Michael Streif (Ehrenmitglied, 50J.), Hans Schmidt (Verdienstnadel in Gold mit Brillanten), Hanni Lory (25 Jahre), Josef Lory (Gründungsmitglied), Georg Heißerer (Gründer) Erna Steiner (40 Jahre) und Hartl Büchl (Verdienstnadel in Gold mit Brillanten). text/foto: sommer

Viel Teamgeist und Toleranz

Prem - Mit Gottesdienst und Feier im „Clubhaus" wurde das 50-jährige Bestehen des Premer Sportvereins begangen.

50 Jahre bedeuten viel Ortsgeschichte, viele Namen und Bilder. Dabei hat sich die Gründung des Vereins mehr oder weniger „so ergeben“, wie sich Georg Heißerer erinnert. Er gehörte am Abend der 50-Jahr-Feier im Clubhaus des SV Prem zu den Ehrengästen, die Bürgermeister Herbert Sieber begrüßen konnte. Auch Vertreter des Bayerischen Sport- und Fußballbundes hatten den Weg zur Lechaue gefunden.

Halb auf dem Rasen der Fußballer fand auch der Gottesdienst mit Pater Petrus statt. Er läutete den Abend mit sportlichen Anekdoten ein. Und so ging es auch weiter. Sieber erinnerte an den Motor bei der Gründung des SV. Und die Wichtigkeit des Vereins für den Ort und die Kinder. Und er gestand, dass die Feier auch für ihn ein bewegender Moment sei, hier am und im Clubhaus.

Welche Rolle Herbert Sieber beim SV Prem gespielt hatte, erfuhren die Anwesenden aus dem Munde von Heinz Eckl vom Bayerischen Fußballbund. Immer wieder sei er als Fußballer auf Sieber getroffen, erinnerte er. Ob beim Spiel, bei Schiedsrichterprüfungen oder diversen Lehrgängen. Auch Eckl lobte den Verein für das Engagement, hier gebe es eine zweite Fußballmannschaft, während manch’ großer Club nur eine habe. „Ihr könnt stolz sein auf eure zweite Mannschaft“, betonte Eckl.

Auch der Vertreter des Landessportverbandes, Franz Schlesinger, gratulierte dem SV und betonte: „Es reicht nicht, einen Verein nur ins Leben zu rufen, man muss ihn auch mit Leben erfüllen. Und das habt ihr super hingebracht“, lobte er die Premer.

Auch Prems zweiter Bürgermeister, Werner Sieber, lobte seine Mitbürger und den SV, der ihn sein ganzes Leben schon begleite. „Es ist immer gut, wenn die Menschen Sport treiben.“ Sportler seien gesünder, ausgeglichener und belastbarer. Das sei auch von gesellschaftlicher Bedeutung. „Die sportlichen Tugenden wie Teamgeist und Toleranz sind in unserer Ellbogengesellschaft wichtig.“

Es reiche nicht zu glauben, mit einem tollen Handy und großen Auto gut aufgestellt zu sein. Mit einem Sportverein verbinde man den Skilift, die Loipe und so manch schönes Dorffest. „Das ist Lebensqualität ohne Bezahlung“, so Werner Sieber, bevor er über die Zukunft des Vereins sprach. Was das Thema Flüchtlinge betrifft: „Viele fürchteten sich vor dem Thema, hier ist der SV gefragt, denn Fußball wird überall auf der Welt gespielt.“ Die Vereine seien das Mittel, Asylbewerber zu integrieren.

Erstmal die Einheimischen mit ins Boot holte Georg Heißerer vor über 50 Jahren. Im Gasthof Löwen kam’s zu einem ersten Gründunstreffen. Eine Hobby-Fußballmannschaft gab’s bis zum zweiten Weltkrieg schon. Was also lag näher, über die Gründung eines richtigen Vereins nachzudenken - um den Zusammenhalt weiter zu stärken. „Einen Schriftführer, den Dorflehrer, und einen Kassier haben wir schon gehabt“, so Heißerer, der sich noch ganz genau an die ersten Aktivitäten erinnert: „Freundschaftsspiele gegen die benachbarten Vereine.“ Damals wurde noch auf fest im Boden verankerte Holztore gespielt.

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