Der Winterschlussverkauf ist seit Montag in vollem Gange, mit bis zu 50 oder sogar 80 Prozent locken die Geschäfte. Der Grund: Schlechter Verkauf im warmen Winter. fra

Warmer Winter bringt im Raum Schongau jede Menge Schnäppchen

Schongau/Peiting - Nicht nur die Regale sind voll mit Mützen, Jacken und Skihelmen, auch die Lager werden bald aus allen Nähten platzen. Der Grund: Der warme Winter.

Nicht nur die Regale sind voll mit Mützen, Jacken und Skihelmen, auch die Lager werden bald aus allen Nähten platzen. Der Grund: Der warme Winter. Und auch wenn es den regulären Winterschlussverkauf nicht mehr gibt, nutzen die Geschäfte den sogenannten „Wochenrabatt“, um sich von den vielen Altlasten zu befreien.

20, 50 oder sogar 80 Prozent günstiger werden seit dem gestrigen Montag Mützen und Handschuhe, aber auch Skiausrüstungen und Schneeanzüge verkauft. Der diesjährige Winterschlussverkauf ist ein echtes Paradies für alle Schnäppchenjäger. Der Grund: Der viel zu warme Winter, wie sich die Geschäftsleute in Schongau und Peiting einig sind.

Das Problem sei dabei allerdings weniger der Umsatz, als viel mehr die Lagerkapazität, wie der Inhaber des Schongauer Modehauses „Huber“, Andreas Huber, erzählt: Die Regale seien noch voll mit den aktuellen Winterkollektionen, die Frühjahrs- und Sommerkleidung sei allerdings schon auf den Weg in die Läden. „Wenn die Schals, Jacken und Mützen also nicht möglichst schnell verkauft werden, haben wir bald ein Problem mit der Lagerung“, erzählt Huber. Sein Motto deshalb: „Alles muss raus!“. Mit teilweise bis zu 80 Prozent will er die Kunden anlocken und hofft dabei auch auf das Wetter, denn „laut den Meteorologen, soll hier ja in den nächsten Wochen das zweite Sibirien sein“ - eine Vorhersage, auf die auch die Sportgeschäfte hoffen, denn wer braucht schon neue Ski, wenn der Schnee fehlt?

„Keiner, wie man deutlich an dem immer noch sehr umfangreichen Bestand sehen kann“, bestätigt der Juniorchef von „Intersport Schuster“ in Peiting, Stefan Schuster. Ein besonderer Vorteil für die Kunden, denn während das Sortiment im Winterschlussverkauf sonst immer recht mager ausfällt, ist die Auswahl dieses Jahr nicht nur groß, sondern, wie Schuster weitererzählt, sogar stärker reduziert als sonst. Bis zu 80 Prozent Rabatt gebe es auf einige Artikel, „schließlich müssen auch bei uns die Lager leer werden“ - die gleiche Situation wie im „Sprenger‘s Sportland“ in Schongau: „Auch hier wäre es schwierig, wenn der Winterschlussverkauf kein Erfolg wäre“, erklärt Mitarbeiterin Stefanie Greiner.

Probleme, mit denen sich der Peitinger Kindermodeladen „Pumuckl“ nicht beschäftigen muss. „Wir haben den Vorteil, dass wir Kinderanziehsachen verkaufen“, meint die Mitarbeiterin Marianne Stohr. Kinder ziehe man schließlich immer viel wärmer an. Mütze, Handschuhe und eine dicke Jacke sind im Herbst schon ein absolutes Muss. Kein Wunder also, dass für den Winterschlussverkauf nur noch wenig Ware übrig ist, „die Schneeanzüge beispielsweise sind fast komplett ausverkauft“. Prozente gibt es auf die Wintersachen aber trotzdem, „zum halben Preis werden sie größtenteils angeboten“, erzählt Stohr. Denn auch hier breitet sich bereits der Sommer aus: Hemden und T-Shirts hängen schon in den Regalen.

Franziska Bär

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