Wiedersehen mit Pfarrer Christoph Seifert in Schongau

Schongau - Herzlich aufgenommen wurde am Sonntag der ehemalige evangelische Pfarrer Christoph Seifert.Der 69-Jährige rief die Gläubigen dazu auf, den "Stil Gottes" weiterzutragen.

20 Jahre lang war Christoph Seifert in Schongau ein engagierter Pfarrer, am Sonntag feierte er mit seiner ehemaligen Kirchengemeinde in der Dreifaltigkeitskirche einen Gottesdienst. Ihr seid nicht nur Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen , bezog sich Seifert auf den Wochenspruch der Apostel. Jeder Mensch sei Gott vertraut, gleichzeitig sei Gott den Menschen auch nicht fremd. Seifert rief die Gläubigen dazu auf, den Stil Gottes weiterzutragen: die Offenheit für alle und die liebende Sorgfalt für jeden.

Mit kritischen Worten sparte der ehemalige Schongauer Pfarrer ebenfalls nicht. Er erinnerte an die Worte Papst Benedikts XVI., die Evangelischen seien nach römisch-katholischer Meinung nicht so ganz Kirche. Christus hat gesagt, alle sind willkommen, alle sind meine Brüder und Schwestern, und alle sind Gottes Kinder.

Seifert war von 1972 bis 1992 in Schongau, wechselte dann für elf Jahre nach Rosenheim und ist seit vier Jahren im Ruhestand. Wirklich zu arbeiten habe er jedoch nicht aufgehört, gesteht Seifert. Nach wie vor sei er als Klinikseelsorger tätig und vertrete hin und wieder Kollegen, wie er eben diesmal Corvin Wellner unter die Arme greifen wollte. Dieser hatte Pfarrer Seifert gemeinsam mit allen Gläubigen an seiner alten Wirkungsstätte herzlich willkommen geheißen.

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