Ganze Brillanz des Händel-Werks nach zaghaftem Beginn

Wieskonzert mit barockem Pomp und musikalischem Glanz

Wies - Neben der eher festlich-weltlichen „Wassermusik, Suite Nr.2 in D“, stand mit dem „Dettinger Te Deum“ auch Händels geistliches Werk auf dem Programm des Wieskonzerts.

Alles in allem ein hervorragender musikalischer Gegensatz, der in seinem Wechsel der Gefühlslagen und Stimmungen vom Chor, dem Orchester und nicht zuletzt von den Solisten unter der bewährten Leitung von Joseph Kraus bestens herausgearbeitet wurde.

Etwas zaghaft kam zwar noch am Anfang das eröffnende „Allegro“ der Suite daher, doch rasch nahm das Orchester an Sicherheit und Fahrt zu und zeigte bald diese Brillanz, die Händels „Wassermusik“ so einzigartig macht. Prachtvoll entwickelte sich im weiteren Verlauf des beeindruckenden Konzertes das musikalische Wechselspiel von Bläsern und Streichern, die die lebhaften Motive stimmig aneinander weitergaben. Hinreißend schmissig kamen die tänzerischen Sätze „Hornpipe“ und „Bourrée“ daher, mit denen der höfische Teil des Programms voller Dynamik schloss.

Bewegt, manchmal aber auch voller Dramatik, gestaltete sich daraufhin der geistige Teil der Darbietungen. Ausdrucksstark interpretierten der Gemischte Chor „Cantico“ aus Regensburg sowie die Mitglieder des Gemischten Chors Pfaffenwinkel die schwermütigen Passagen aus der Leidensgeschichte des „Messias“ . Geprägt von tiefen Gefühlen, kamen der Lobpreis Gottes und die Hymnen an den Erschaffer der Welt im „Dettinger Te Deum.“

Die Solisten in diesem Kon zert, Mirko Roschkowski (Tenor), Barbara Hölzl (Mezzosopran) und Benjamin Appl (Bariton), zeigten sich in schönster Einheit mit Chor und Orchester. Die Trompeter schmetterten von den Höhen des Altares herab.

Da war er dann, der Barock mit all seinem Glanz und seiner Seele! Mit Händels triumphalem „Hallelujah“ dankte das Konzertensemble am Schluss für die lang anhaltenden Ovationen der begeisterten Zuhörer.

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