Zuschuss für "Sachsenrieder Bähnle"

Sachsenried - „Ein Wunsch, der schon seit 20 Jahren vorherrscht“, ist laut Landrat Dr. Friedrich Zeller die Gestaltung des Fahrradwegs „Sachsenrieder Bähnle“ ganz im Westen des Landkreises.

Der Tourismusverband Pfaffenwinkel als Projekträger beabsichtigt mit dem Landkreis, den Gemeinden Altenstadt, Ingenried, Schwabbruck und Schwabsoien und der Leader-Aktionsgruppe ALP-Auerbergland-Pfaffenwinkel, die ehemalige Eisenbahnstrecke in einen Fahrradweg umzugestalten.

Der Kreisausschuss des Kreistages diskutierte im Weilheimer Landratsamt über die geänderten Finanzierungsvoraussetzungen. Ursprünglich im Haushaltsplan 2009 vorgesehen war ein Zuschuss des Landkreises von 40 Prozent, aber maximal 40 000 Euro bei einer Gesamtsumme von 96 000 Euro. Den Rest sollten die beteiligten Gemeinden zahlen. Mittlerweile belaufe sich der Finanzierungsplan jedoch auf 101 150 Euro. Der Anteil der Gemeinden betrage gesamt 18 650 Euro.

Obwohl sich die Leader-Aktionsgruppe bereit erklärt hat, 50 Prozent der Nettokosten zu übernehmen, war im vorläufigen Kostenplan des „Sachsenrieder-Bähnle“ keine Minderung des Landkreis-Zuschusses vorgesehen. Dies stieß bei den Kreisräten auf Unverständnis: „Der Leader-Zuschuss sollte gleichermaßen den Gemeinden und dem Landkreis zugute kommen“, sagte beispielsweise Kreisrat Karl-Heinz Grehl. Die Förderung müsse daher vom Gesamtbetrag abgezogen und der Rest zwischen Landkreis und Gemeinden aufgeteilt werden. SPD-Fraktionssprecher Bernhard Kamhuber (Huglfing), kritisierte insbesondere das Missverhältnis zwischen den Wegebaumaßnahmen, die sich lediglich auf 14 000 Euro belaufen und den Gesamtkosten.

Mit zwei Gegenstimmen einigte sich der Kreisausschuss, dass der Landkreis das Projekt zwar mit einem Anteil von 40 Prozent, aber nicht mehr als 24 000 Euro an den Nettokosten, unterstützt.

Die Anbindung an den bereits bestehenden Fahrradweg „Dampflok-Runde“ im Landkreis Ostallgäu ist laut Zeller ein „absoluter Lückenschluss“, der gewährleistet werden sollte. Ziel des Projekts sei es, ist ein Radroutenangebot für Naherholung und Tourismus zu schaffen. Die lokale Leader-Aktionsgruppe wurde im Jahre 2008 gegründet und hat seither mehrere Projekte, wie den Pfaffenwinkler Milchweg, mit auf den Weg gebracht.

Die Radroute orientiert sich an der ehemaligen Bahnstrecke Kaufbeuren-Schongau, die 1977 stillgelegt und danach größtenteils abgebaut wurde. Neben dem Umbau der Strecke sind auch Infotafeln und ein Rastplatz geplant.

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