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Den Rückweg von den Exkursionen an den Lech und die Umgebung genossen viele Besucher des Lech-Aktionstages mit der Kutsche.

Lebensraum Lechtal

Naturkundliche Exkursionen und Farbspaß

Schongau - Der Aktionstag am Lido, veranstaltet vom Verein Lebensraum Lechtal und dem Umweltschutzverband WWF, hat ein wenig unter dem Wetter gelitten. Die Exkursionen wurden aber gut angenommen.

Der Lech bietet seinen Anwohnern vieles. Die Lebensader, die sich von den Alpen bis an die Alb durch die Landschaft schlängelt, sorgt nicht nur für die Nutzung von Wasserkraft für Strom, sondern ist auch ein wichtiges Naherholungsgebiet, bietet Naturerlebnis, Ruhe und Zeit zu träumen. In früheren Zeiten bot er Verkehrswege für Handel und Holzwirtschaft.

Für die Artenvielfalt am Lech sorgte er durch den Transport von Blumensamen aus den Alpen. So sind in den Lechauen nicht nur Alpenblumen wie der Schwalbenwurzenzian zu finden, sondern auch viele Orchideenarten wie zum Beispiel der gelbe Frauenschuh.

Malen mit Farben ganz aus Erdpigmenten.

Auf die Qualitäten des Lechs aufmerksam machen wollten der Verein Lebensraum Lechtal und der World Wildlife Fund (WWF) mit einem gemeinsamen Aktionstag. Für die Besucher war allerhand geboten: Für die Kinder gab es einen Bastelstand und Schminken, für die Erwachsenen eine Ausstellung, Exkursionen mit Kutschfahrt, eine Lesung von Hans Schütz und Musik mit der Gruppe „Mosquito Connection“.

„Die Ausstellung besteht aus Fotografien aus einem Wettbewerb“, erklärte Sigrun Lang vom WWF-Büro Weilheim. Hobbyfotografen sollten ihre Lecherlebnisse festhalten und beschreiben. Die Wanderausstellung, die auch in Schongau zu sehen war, geht jetzt weiter nach Königsdorf in die Jugendsiedlung Hochland.

Stadtführerin Renate Zöpf, die im Rahmen des Lech-Aktionstags eine Führung zur Lechgeschichte mit Römern und Welfen anbot, hatte aufgrund des regnerischen Wetters nur fünf Besucher, dafür konnten Harald Jungbold und Johannes Kerber vom Verein Lebensraum Lechtal bei ihren naturkundlichen Exkursionen mehr Besucher-Interesse verbuchen. Zu Fuß ging es zur Heidewiese am Lech, zurück dann mit der Pferdekutsche vom Ressle-Bauern.

„Es war ganz interessant. Es wurde viel über Blumen und Kräuter erklärt. Einiges davon wussten wir schon, anderes war neu“, erzählten Siegfried und Gertraud Schwab aus Schwabbruck, die ihren nachmittäglichen Spaziergang mit der Führung verbunden hatten. Auch dass das Forchet früher ein Kiefernwald war, fanden sie interessant. Der Name leitet sich von dem tirolerischen Ausdruck „Forche“ für Waldkiefern oder auch Föhren ab, wie Johannes Kerber erklärte.

Viel Spaß hatten die kleinen Besucher beim Floß-Basteln.

Umweltbildnerin Lena Fastnacht, die Schminkereien mit leuchtenden Farben aus reinen Erdpigmenten anbot, litt ebenfalls etwas unter dem kühlen Wetter. Eigentlich war an Körpermalereien gedacht, die man beim Baden im Lech wieder abspülen könnte.

Abends las dann Hans Schütz aus seinen Werken, in denen der Lech immer eine große Rolle spielt, und die Band „Mosquito Connection“ unterhielt die Besucher mit bekannten Popsongs aus mehreren Jahrzehnten.

Ursula Fröhlich

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