Illustration von dem geplanten Wellness-Hotel am Lechsee in Lechbruck.
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So stellen sich die Planer das Hotel am Lechsee vor. Jetzt ist geklärt, dass auch genügend Wasser für das Projekt zur Verfügung steht.

Lechbruck hat genug Wasser fürs Hotel

Bürgerinitiative räumt Fehler in Veröffentlichung ein: „Tiefbrunnen nicht mitberücksichtigt“

  • Jörg von Rohland
    vonJörg von Rohland
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Lechbruck – Die Bürgerinitiative Lechbruck (BIL) hat in ihrem vergangene Woche verteilten Flyer fehlerhafte Informationen zum Wasser verbreitet. Das räumt sie jetzt in einer Pressemitteilung ein und entschuldigt sich.

„Bei der Betrachtung des in Lechbruck am See zur Verfügung stehenden Wassers sei der Bürgerinitiative Lechbruck ein Fehler unterlaufen“, erklärt die BIL. Sie habe darin „leider die Kapazität der Tiefbrunnen nicht mitberücksichtigt“.

Bürgermeister war fast der Kragen geplatzt

Wie berichtet, war Bürgermeister Werner Moll fast der Kragen geplatzt, weil die BIL behauptet hatte, dass über eine Quelle nur 1000 Kubikmeter Wasser pro Tag zur Verfügung stehen, der Ort zusammen mit dem Hotel in der Spitze aber bis zu 1095,73 Kubikmeter benötigen würde. „Richtig ist, dass wir mit zwei derzeit bestehenden unabhängigen Tiefbrunnen schon ein Volumen von 2040 Kubikmeter haben und die Kapazitäten des Hotels locker aufnehmen können“, widersprach Moll.

Bürgerinitiative entschuldigt sich

Bei der BIL gibt man sich reumütig: „Es lag nicht in unserer Absicht, hiermit Ängste zu schüren.“ Sollte sich der ein oder andere davon geängstigt gefühlt haben, „bitten wir auf diesem Wege um Entschuldigung.” Die Bürgerinitiative unterstreicht, dass es wichtig sei, „dass nun die Fakten bzgl. Wasser auf dem Tisch liegen und Bürgermeister Moll den Bürgern erklärt hat, dass die Wasserversorgung in Lechbruck derzeit – sogar, wenn das Hotel kommen sollte – gesichert ist“.

Daran hatten laut BIL einige Bürger gezweifelt, da im Gemeindeblatt August/2020 von der Gemeinde zum Wassersparen aufgerufen worden war. Ein schlagartiger Anstieg des Verbrauchs hätte damals dazu führen können, dass die Leistung der Pumpen und die Kapazität der Rohrleitungen nicht mehr ausreichen, um das Wasser mit dem üblichen Druck an die Kunden zu liefern.

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