Sie wollen das Hotel betreiben: Von links Maximilian und Thomas Lerch sowie Philipp Zwicker.
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Sie wollen das Hotel betreiben: Von links Maximilian und Thomas Lerch sowie Philipp Zwicker.

Abstimmung am 21. März

Bürgerentscheid zu Hotel-Neubau in Lechbruck: Der Wahlkampf nimmt Fahrt auf

  • Jörg von Rohland
    vonJörg von Rohland
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Der Schlagabtausch in den sozialen Netzwerken läuft, jetzt machen auch die Befürworter des Hotelneubaus am Lechsee bei „Facebook“ mobil. Auf der Seite „Hotel? Ja Bitte“ werben sie seit dieser Woche zusammen mit Betreiber und Investor für das 300-Betten-Wellness-Hotel am Lechsee. Der Inhalt der Videobotschaften ist aber überschaubar.

Lechbruck - Altbürgermeister Helmut Angl war als erster Hotelbefürworter in die Offensive gegangen, jetzt geben die Familien Lerch und Breher in Videos ihre Versprechen an die Lechbrucker ab. „Zu 100 Prozent“ könnten sich die Lechbrucker Handwerksbetriebe darauf verlassen, dass sie beim Hotelbau berücksichtigt werden, versichert da etwa Investor Gerhard Breher, während ihm Sohn Kevin zunickt. „Wir sind ein Allgäuer Unternehmen, wir arbeiten mit Allgäuer Betrieben zusammen“, betont Breher. Freilich muss er einschränken, dass auch die Lechbrucker Firmen im Wettbewerb stehen. „Aber wenn wir die Chance haben, zusammenzuarbeiten, machen wir das sehr gerne.“

Philipp Zwicker, der das Hotel in Zukunft zusammen mit Maximilian Lerch betreiben möchte, versichert ebenso, dass man „zu 100 Prozent“ mit den ortsansässigen Betrieben kooperieren wolle, während zwei junge Auszubildende aus dem Hotel der Lerchs in Marktoberdorf von ihren Chefs schwärmen: „Egal, was ist, es wird zusammengehalten und macht auch richtig Spaß.“

Ein paar Einheimische kommen auch zu Wort

Ob die Videobotschaften die Lechbrucker bei ihrer Wahlentscheidung am 21. März weiterbringen, bleibt abzuwarten. Ein paar Einheimische kommen bei dem Facebook-Auftritt, der ab heute noch mit einer eigenen Internetseite ergänzt werden soll, aber immerhin auch zu Wort: „Ich sehe das Hotel als Chance für Lechbruck, wir werden zwei alte Gebäude los und bekommen ein super Hotel dafür“, argumentiert Rudi Ungelert. Und sein Mitbürger Hans Teil ergänzt: „Wir haben in Lechbruck in den nächsten Jahren viel vor, schon rein wirtschaftlich brauchen wir dieses Hotel.“

Campingplatz-Betreiberin Fee Weber wiederum räumt mit der Behauptung auf, dass der Campingplatz das Hotel kritisch sehe, weil es zur Konkurrenz werden könnte: „Ich stehe dem Hotelbau grundsätzlich positiv gegenüber“, macht sie klar.

Und was macht die Bürgerinitiative „Hotel NEIN DANKE“? Von ihr gab es gestern noch nichts Neues im Netz zu erfahren. Aber das soll sich ändern: Dem Vernehmen nach wollen die Familien Pfanzelt und Wagner demnächst mit neuen Informationen an die interessierte Öffentlichkeit gehen.

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