Bei der Tourist-Info in Lechbruck laufen die Fäden zusammen: Chefin Valerie Riesemann-Brown berichtete nun im Gemeinderat über ein nicht leichtes 2020.
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Bei der Tourist-Info in Lechbruck laufen die Fäden zusammen: Chefin Valerie Riesemann-Brown berichtete nun im Gemeinderat über ein nicht leichtes 2020.

Corona hat das Urlaubsgeschehen im Flößerdorf stark beeinträchtigt

Tourismus in Lechbruck verliert neun Millionen Euro

Es stand zu befürchten: Der Tourismus hat im vergangenen Corona-Jahr auch in Lechbruck reichlich Federn gelassen. Valerie Riesemann-Brown, Leiterin der Touristinformation, überbrachte in ihrem Jahresbericht dem Gemeinderat die unerfreulichen Zahlen. Der Blick geht jetzt nach vorn.

Lechbruck - Der Pandemie geschuldet, waren die Übernachtungszahlen zum Vorjahr 2019 um 10,2 Prozent zurückgegangen. Die Aufenthaltsdauer war zwar von durchschnittlich 4,9 Tagen auf 5,12 Tagen gestiegen, aber der Gesamtbruttoumsatz ist laut Riesemann-Brown mit 30,46 Millionen Euro im Vergleich zu 2019 (39,4 Millionen Euro) deutlich gesunken.

Deshalb sind auch Abgaben wie Kurbeitrag, Fremdenverkehrsbeitrag und Bettenabgabe um knapp 65 000 Euro zurückgegangen.

Weiter berichtete Riesemann-Brown, dass die Klassifizierung in Lechbruck mit vier Fünf-Sterne-Wohnungen und sechs Vier-Sterne-Wohnungen beziehungsweise Häusern und einem Hotel sehr erfreulich sei. „Leider werden die Vermieter für Ferienwohnungen von Jahr zu Jahr immer weniger, neue kommen kaum hinzu“, lautete das traurige Resümee der Leiterin des Lechbrucker Tourismusbüros.

Erfreulich ist dagegen, dass unter Vorbehalt für 2021 schon einige Veranstaltungen geplant und terminiert worden sind. So soll ab den Pfingstferien wieder jeden Donnerstagabend der Dämmerschoppen stattfinden. Dazu sind viele umliegenden Blaskapellen bereits eingeladen worden. Auch das Alphornblasen jeden Dienstag am Bootshafen, das Brandacher Straßenfest, der Handwerkermarkt und der Flößermarkt sind eingeplant. In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Tourismus, dem das Hotel auf der Gsteig, Feriendorf und Campingplatz angehören, wolle man den Ortsprospekt überarbeiten und erneuern. „Die Gästeinformation wollen wir moderner umgestalten, das wäre der Plan für dieses Jahr“, so Riesemann-Brown.

Claus Vogt bedankte sich im Namen des Gemeinderats für die gute Arbeit der Touristinformations-Chefin und ihrer zwei Kolleginnen Sabrina Kempter und Tina Forster. „Ihr habt wirklich kein einfaches 2020 gehabt, und trotzdem toll, was Ihr zu dritt leistet.“ Bürgermeister Werner Moll schloss sich an: „Ihr macht einen guten Job, der nicht immer leicht ist.  cdm

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