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So sieht der Flächennutzungsplan für das Lechbrucker Gewerbegebiet Nord/Schongauer Straße aus.

Gemeinderat Lechbruck

„Eine große Sache für Lechbruck“

Der Flächennutzungsplan und auch der Bebauungsplan für das Lechbrucker Gewerbegebiet Nord-Schongauer Straße haben eine weitere Hürde genommen.

Lechbruck – Der Gemeinderat Lechbruck hat nach Kenntnisnahme der Anregungen und Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange geschlossen, den beiden Plänen zugestimmt.

„Das ist eine große Sache für Lechbruck“, sagte Bürgermeister Helmut Angl in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Man sei auf die Wünsche und Anregungen der Träger öffentlicher Belange und auch der Bürger eingegangen. Bei dem Gewerbegebiet handelt es sich um die Fläche am nördlichen Ortsausgang von Lechbruck, östlich der Kreisstraße OAL 8 bzw. Schongauer Straße.

Unter Beachtung der Flächen des Schwanbaches mitsamt seiner Ufergehölze sowie der Wohnbebauung auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehen zusammen mit der Ausgleichsfläche 2,3 Hektar Gewerbegrund zur Verfügung. Also Platz für die Auslagerung von Teilen des Bauunternehmens von Toni Ungelert. Das wären Bürogebäude, Maschinen- und Schüttlager, Garagen, Material- und Freilager. Damit könnte zumindest ein Teil des Bauunternehmens von der Bahnhofstraße in das neue Gewerbegebiet ausgelagert werden.

Ziel ist es auf weite Sicht, das gesamte Bauunternehmen dorthin auszulagern. „Es geht schließlich um 45 Arbeitsplätze, die es zu erhalten gilt“, sagte Helmut Angl. Innerorts gebe es für das seit 70 Jahren im Ort ansässige Unternehmen keine Möglichkeit.

Der Reihe nach wurden auf der Sitzung die eingegangenen Stellungnahmen und Anregungen der Träger öffentlicher Belange und auch der Bürger aus dem Ort von Städteplaner Thomas Haag abgearbeitet und nach Abwägung wieder in Flächennutzungsplan und Bebauungsplan eingearbeitet.

Die Stellungnahmen waren durchwegs positiv. Das Wasserwirtschaftsamt Kempten verwies auf die Oberflächenwasser-Versickerung. Die Regierung von Schwaben auf das landschaftliche Voralpengebiet. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege verwies auf die Meldepflicht bei etwaigen Funden. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bat, sparsam mit den Flächen umzugehen. Durch die Ausweisung der Gewerbefläche gehe erneut eine wertvolle landwirtschaftliche Nutzfläche verloren. Es sei darauf hinzuwirken, dass durch platzsparende Bebauung und Bauweise sowie durch Maßnahmen der innerörtlichen Verdichtung der Verbrauch von landwirtschaftlichen Flächen auf ein Mindestmaß begrenzt wird.

Ein Bürger aus Lechbruck erhob Einspruch gegen die Umsetzung des Gewerbegebietes. Als direkter Nachbar des Gewerbegebietes würde sich seine Wohnqualität verschlechtern. In der Stellungnahme der Gemeinde wird darauf hingewiesen, dass durch Schallschutzmaßnahmen die wohngebietsverträgliche Lärmsituation als „gering“ bewertet wird. Die Naturschutzbehörde im Landratsamt wies darauf hin, dass nur heimische Gehölze zu verwenden seien.

Städteplaner Haag von der Firma AbtPlan aus Kaufbeuren meinte nach der Abstimmung durch den Gemeinderat, es handele sich bei dem Flächennutzungs- und Bebauungsplan um ein Musterbeispiel. „So etwas habe ich noch nie erlebt.“

Walter Kindlmann

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