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Mehr Wasserschlacht als Eishockey sah ERC-Vorstand Manfred Sitter im Heimspiel gegen Türkheim.

Eishockey

ERC Lechbruck kämpft für Dach über dem Kopf

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Der ERC Lechbruck wünscht sich nichts sehnlicher als ein Dach über dem Kopf. Bei seinen Heimspielen hatte der Bezirksligist zuletzt mit widrigsten Bedingungen zu kämpfen. 

Lechbruck – Das Spitzenspiel gegen den Tabellenführer Türkheim Anfang Dezember war so eines, das dem ERC-Vorsitzenden Manfred Sitter den Kamm schwellen ließ. Zwar verließ seine Mannschaft am Ende als Sieger die Eisfläche. Schön anzusehen war das Match im strömenden Regen aber nicht. „Das war eine Wasserschlacht und kein Eishockey“, schimpft Sitter, den auch das Fernbleiben vieler Zuschauer schmerzt. „Das sind Einnahmen, die dem ERC fehlen.“

Das Spiel habe einmal mehr gezeigt, „dass wir mit einem unüberdachten Stadion einfach nicht mehr zeitgemäß sind“, betont der ERC-Vorstand. Laut Sitter gibt es eine Interessensgemeinschaft des Vereins und seines Umfelds, die dem Gemeinderat schon ein Konzept vorgelegt hat. Darin geht es nicht nur um ein Dach, sondern auch um die Möglichkeit, das Eisstadion das ganze Jahr über nutzbar zu machen. Die Idee: Von April bis September könnte zum Beispiel ein Kinderspielland samt Gastronomie unter dem Dach betrieben werden, von Oktober bis März zieht dann der Eissport ein.

Das Eisstadion hat kein Dach, auch die Zuschauer stehen im Regen.

Konzept für Umbau des Eisstadions in Lechbruck: Begeisterung hält sich in Grenzen

Die Begeisterung im Gemeinderat hielt sich dem Vernehmen nach in Grenzen, auch die Verwaltung sprüht nicht gerade vor Euphorie: „Es gibt noch zu viele Fragezeichen“, weiß Michael Köpf, Geschäftsstellenleiter der Gemeinde Lechbruck. Er verweist darauf, dass das Stadion Lechbruck schon jetzt viel Geld kostet. 60 000 bis 70 000 Euro würde man jährlich zuschießen. Und man müsse erst einmal eine andere Gemeinde mit 2700 Einwohnern finden, die sich ein Kunsteisstadion leiste, verdeutlicht Köpf, der obendrein die Frage stellt, ob aus touristischer Sicht ein offenes Eis-Stadion nicht sogar schöner ist als eine Halle.

Immerhin: „Die Gemeinde sträubt sich nicht komplett“, macht der Geschäftsstellenleiter Hoffnung. Und da will der ERC demnächst ansetzen. Das aber erst im kommenden Jahr, wenn Bürgermeister und Gemeinderat neu gewählt sind. Im jetzigen Gremium sieht Vorstand Sitter keine Mehrheit für das Konzept der Interessensgemeinschaft.

ERC Lechbruck könnte sich auch mit kleinerer Lösung anfreunden

Mit den Details des Konzepts hält der ERC-Chef derzeit noch hinterm Berg, auch die Höhe der notwendigen Investitionen nennt er noch nicht. Es gehe aber nur zusammen mit der Kommune, macht Sitter klar. Beim Betrieb des Stadions kann er sich mehrere Varianten vorstellen. Am liebsten wäre es den Eishacklern demnach, wenn ihn die Gemeinde übernimmt. Es bestehe aber auch die Möglichkeit, dass der ERC als Betreiber oder Pächter auftrete, sagt der Vorstand, der auch Sponsoren sieht, „die mit an Bord kommen würden“.

Und wenn alles nichts hilft, würde sich der ERC offenbar auch mit einer kleineren Lösung anfreunden, in der nur ein Dach errichtet wird. Sitter: „Auch das ist im Gespräch.“

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