Da war die erneuerte Lechbrucker Bücherei kurz wieder offen. Die Bücherei-Frauen freuten sich dabei über die erste Besucherin, Karin Natzeder (Mitte). Sie wurde von (v.l.) Christa Scherl und Birgit Lauter sowie von Karin und Miriam Riesemann mit einem Blumenstrauß begrüßt.
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Da war die erneuerte Lechbrucker Bücherei kurz wieder offen. Die Bücherei-Frauen freuten sich dabei über die erste Besucherin, Karin Natzeder (Mitte). Sie wurde von (v.l.) Christa Scherl und Birgit Lauter sowie von Karin und Miriam Riesemann mit einem Blumenstrauß begrüßt.

Raum im Rathaus aufgegeben und dafür in der Schule ausgebaut – Frauenteam und viele Unterstützer

Lechbruck hat(te) wieder eine Bücherei

Gerade wieder eröffnet und schon wieder geschlossen: So ist es der Bücherei Lechbruck aufgrund der Corona-bedingten Zwangsschließung ergangen.

Lechbruck – Ein fünfköpfiges ehrenamtliches Team hatte im Vorfeld die ehemalige Schulbücherei in Lechbruck mit Unterstützung des Sankt Michaelsbundes auf- und ausgebaut.

Zum Hintergrund: Die ehemalige Bücherei im Rathaus war nicht mehr zeitgemäß, und so entschied man sich vor eineinhalb Jahren, die Bücherei im Rathaus aufzugeben und mit der Schulbücherei zu vereinen.

Der Bücher-Raum im Rathaus wurde daher noch vom früheren Bürgermeister Helmut Angl als Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung umgebaut. Und wie man hört, wird der gerne benutzt.

Aus einem kleinen Raum in der Schule wurden im Gegenzug drei Räume gemacht. Liebevoll gestaltet und mit einem umfangreichen Angebot ausgestattet, wurde die neue Bücherei vor rund drei Wochen für die Allgemeinheit geöffnet.

Bis dato durften sich jeden Dienstagvormittag die Schüler der Grundschule Bücher ausleihen. Der Rektorin Agatha Müller ist es wichtig, den Kindern Bücher und das Lesen nahe zu bringen. „Es ist für unsere Schulfamilie eine Bereicherung, die Bücherei in der Schule zu haben“, sagte sie. Und weiter: „Lesen ist gerade in den ersten Jahren der Grundschule sehr wichtig.“

Auch Lechbrucks Bürgermeister Werner Moll ist voll des Lobes: „Wir haben als Kommune die Aufgabe, unseren Bürgern – und ganz besonders unseren Kindern – eine kulturelle Bildung zukommen zu lassen. Und da freut es mich ungemein, dass es in unserem Dorf Frauen gibt, die sich dieser wichtigen Aufgabe ehrenamtlich angenommen haben.“

Auf eine große Eröffnungsfeier musste verzichtet werden, aber Birgit Lauter, Christa Scherl und Cindy Sitter sind sich sicher: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.“

Die drei Frauen hatten die erste Schicht übernommen und freuten sich über zahlreiche Besucher am Eröffnungstag. „Schade ist nur, dass wir die Leute, die uns die vergangenen Monate mit so vielem unterstützt haben, nicht einladen können. Jedem Einzelnen, der uns unterstützt hat, sagen wir auf diesem Weg: herzlichen Dank!“, so das Trio.

Silke Zink

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