Will unbedingt wieder öffnen: Der Lechbrucker Gastwirt Thomas Holler bei der Protestaktion.  
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Will unbedingt wieder öffnen: Der Lechbrucker Gastwirt Thomas Holler bei der Protestaktion.  

Auch Lechbrucker Gastronomen machen auf prekäre Lage aufmerksam

Protest mit Bett und Tisch

Mit der Protestaktion „Gedeckter Tisch“ hat der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) am vergangenen Montag in ganz Bayern auf die sehr schwierige und oft verzweifelte Lange von Wirten und Hoteliers aufmerksam gemacht (wir haben berichtet). Aus Lechbruck waren die Wirtsleute Renate und Thomas Holler aus der gleichnamigen Gaststätte dabei.

Lechbruck - Ein sauber gemachtes Bett, ein hübsch gedeckter Tisch und eine Tafel mit der Aufschrift „Wir möchten wieder öffnen!“ standen mitten auf dem Parkplatz der Lechbrucker Gaststätte. „Wir sind jedem einzelnen dankbar, der uns jedes Wochenende unterstützt und Essen bei uns abholt.“ so Renate Holler. „Unsere Gäste aus Lechbruck und Umgebung halten uns die Treue und helfen uns, diese Zeit zu überstehen. Zumindest einigermaßen. Wir möchten einfach aufmachen.“

Dem kann sich Thomas Holler nur anschließen. Dem gelernten Koch, der die Lechbrucker Traditionsgaststätte schon in der dritten Generation führt, sieht man an, dass ihn dies sichtlich mitnimmt. „Corona hat uns im Frühjahr vergangenen Jahres schon eiskalt erwischt. Niemand hätte so etwas für möglich gehalten. Aber jetzt brauchen wir eine Perspektive mit mindestens zwei, drei Wochen Vorlauf. Das Schlimmste wäre allerdings, wenn wir jetzt öffnen dürfen und dann aufgrund zu hoher Zahlen wieder schließen müssten.“

SILKE ZINK

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