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Keine schlechte Aktion von den Lechbrucker Feuerwehrleuten und ihren Freunden: sie stahlen den Buchinger Maibaum in Steingaden.

Doppelter Diebstahl

Irre Geschichte: Steingadener Burschen stehlen Buchinger Maibaum und werden selbst beklaut

Das kommt wohl auch nicht oft vor, dass ein Maibaum binnen zwei Nächten gleich zweimal gestohlen wird. So geschehen diese Woche im Ostallgäu.

Lechbruck/Steingaden/Buching – In der Nacht auf Mittwoch hatten einige Burschen aus Steingaden den Buchingern ihren Maibaum gestohlen und in Sicherheit vermutet. Doch gleich in der folgenden Nacht kamen einige Jungs von der Feuerwehr und deren Freunde aus der Nachbargemeinde Lechbruck, die den Baum ihrerseits stahlen und in die Flößergemeinde brachten. Um die Auslöse muss jetzt wohl mehrfach verhandelt werden.

Stolz waren sie, die Jungs aus Steingaden, weil sie den Buchingern in der Nacht zum Mittwoch ihren knapp 40 Meter langen Maibaum stehlen konnten. Gesichtet wurde er am Mittwoch vor einem Betrieb liegend in Steingaden. Abends gegen 23 Uhr wurde er dann aufgeladen, um ihn mithilfe schweren Geräts und einigen Helfern in den Zimmerstadel des Fohlenhofes zu bringen. Dort sollte er zunächst sicher und geschützt verwahrt werden.

Lechbrucker beobachteten Aktion 

Was die Steingadener nicht wussten: Während der ganzen Aktion wurden sie von den Lechbruckern beobachtet und ausspioniert. Nachts um 1 Uhr schien der Baum gesichert, und die Steingadener gingen nach Hause.

Sofort aktivierten die Lechbrucker zirka 20 bis 30 Leute und verschafften sich Zugang zum Zimmerstadel. Günstigerweise hatten die Steingadener Maibaumklauer noch Hubwagen, Paletten und diverses Material liegen lassen, was für die Lechbrucker eine enorme Arbeitserleichterung darstellte. Innerhalb von einer halben Stunde war der Baum entwendet und trat seinen Weg nach Lechbruck an, wo er jetzt streng bewacht wird. 

Da hatten einige recht dumm geschaut! Erst die Buchinger, dann die Steingadener. Auch die Lechbrucker staunten nicht schlecht: am Anfang dachten sie nämlich, sie würden den Steingadenern ihren Maibaum stibitzen. Erst bei der Aktion wurde klar, dass das Prachtstück eigentlich nach Buching gehört. 

Nun müssen sich die Vorstandschaften von drei Vereinen zusammensetzen, um eine Auslöse auszuhandeln. Sicher werden alle Burschen die Aktion im Sinne der Tradition humorvoll hinnehmen und daraus noch ein Fest machen.

 STEFAN FICHTL

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