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Nur noch Schalterhalle: Die VR Bank Ostallgäu-Kaufbeuren zieht das Personal aus der Lechbrucker Filiale ab.

Gemeinderat Lechbruck

Bürgermeister rät von VR Bank ab

Lechbruck – Die VR Bank Ostallgäu-Kaufbeuren reduziert ihren Service in Lechbruck auf Automaten. Grund für Bürgermeister Helmut Angl, seine Bürger dazu aufzurufen, Banken zu unterstützen, die vollwertige Filialen in der Gemeinde betreiben.

Für eine Überweisung muss der Lechbrucker, der bei der VR Bank Kunde ist, künftig bis ins 15 Kilometer entfernte Rieden am Forggensee fahren. Denn mit Beginn des neuen Jahres reduziert das Bankhaus seinen sogenannten Service auf einen Kontoauszugsdrucker und einen Geldautomaten. Für weitergehende Dienstleistungen muss der Kunde fahren oder telefonieren und hoffen, im Callcenter Hilfe zu erhalten.

Eine Entwicklung, die Lechbrucks Bürgermeister Helmut Angl nicht nur nicht gefällt, sondern gegen die er in der jüngsten Gemeinderatssitzung offen gewettert hat. Die Bank rechne Filialen wie in Lechbruck, wo Privatkunden betreut werden absichtlich tot, so Angl. Und sie buhle gleichzeitig um mehr Firmenkunden, die dann am Stammhaus betreut werden.

Er wünsche sich, so der Bürgermeister weiter, dass die Lechbrucker Bürger die beiden Banken in Lechbruck unterstützen und stärken, die dort noch vollwertige Filialen mit Personal besetzen. „An alle Lechbrucker: Geht zu den Banken mit Schaltern“, forderte Angl auf, nachdem auch schon andere Gemeinderäte ihn auf diese, aus kommunaler Sicht negative Entwicklung, angesprochen hatten.

Die rückwärtigen Räume der Bank sind mittlerweile zur Vermietung ausgeschrieben.

Oliver Sommer 

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