Besiegeln die Partnerschaft: Norbert Weber (li.) ist Bezirksausschussvorsitzender und Stadtrat von Düren. Er hatte sich um die Partnerschaft mit Lechbruck gekümmert und war jetzt zur Gemeinderatssitzung angereist. Im blauen Hemd Bürgermeister Helmut Angl.

Lechbruck geht Partnerschaft mit Lendersdorf in NRW ein

Lechbruck - Die Flößergemeinde Lechbruck hat eine neue Partnergemeinde bekommen: das nordrheinwestfälische Lendersdorf, ein Stadtteil von Düren, einem Mittelzentrum zwischen Köln und Aachen.

Die Flößergemeinde Lechbruck hat eine neue Partnergemeinde bekommen: das nordrheinwestfälische Lendersdorf, ein Stadtteil von Düren, einem Mittelzentrum zwischen Köln und Aachen. Hervorgegangen ist die Partnerschaft aus dem Vorschlag des Ex-Lechbruckers Johannes Schindler.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung in Lechbruck war es soweit: Norbert Weber, Dürener Stadtrat und Bezirksausschussvorsitzender des Stadtteils Lendersdorf, fixierte mit Bürgermeister Helmut Angl die Verbindung zwischen den beiden Orten. Während Angl die Urkunde über die Städtepartnerschaft unterschrieb, stellte Weber seine Gemeinde vor.

Mit den beiden integrierten Ortsteilen Berzbuir und Kufferath bildet Lendersdorf einen eigenen Bezirk mit 4500 Einwohnern, die auf einer rund 4,5 Quadratkilometer großen Fläche im Südwesten von Düren am Fluss Rur leben. Die 93 000-Einwohnerstadt Düren mit ihren 15 Stadtteilen selbst liegt am Nordrand der Eifel und ist Verwaltungssitz des gleichnamigen Kreises. Obgleich Stadtteil, betonte Weber die Eigenständigkeit der im Jahr 1005 erstmals erwähnten Gemeinde Lendersdorf, vor allem aber deren gut ausgebaute Infrastruktur.

So verfügt Lendersdorf über ein eigenes Krankenhaus und mehrere niedergelassene Ärzte, ein Seniorenwohnheim, mehrere Supermärkte sowie zahlreiche Vereine, darunter einen Karnevalsverein, die Schützen und ein Jugendblasorchester. Alle 30 Minuten würde ein Bus in das Zentrum Dürens fahren, so Weber weiter. Lendersdorf sei die Eisenstadt, so Weber, weil dort, durch die Rur, das Wasser für die Eisenindustrie zur Verfügung gestanden habe. Gleichermaßen ist die Region bekannt für ihre Papierindustrie.

Vor drei Jahren sei Weber von Johannes Schindler angesprochen worden, einem Lechbrucker, der seit 38 Jahren in Lendersdorf lebt. Dieser hatte eine Partnerschaft mit der alten Heimat und einen entsprechenden Austausch zwischen den beiden Orten angeregt. Zwischenzeitlich, so Weber, sei das Thema wieder in Vergessenheit geraten, im März dieses Jahres aber hatte er sich selbst wieder darum gekümmert und das Projekt im Stadtrat angeschoben.

Weber betonte, dass man die Partnerschaften mit den jeweiligen Orten pflege. Lendersdorf bzw. Düren ist mit Städten in Frankreich, der Türkei, in Österreich und Serbien sowie in China verbunden. Bis auf die chinesische Stadt würde man jährlich die anderen besuchen, vor allem seitens der Vereine bestünde ein reger Austausch. So hat auch die Lechbrucker Musikkapelle bereits eine Einladung zum Dürener Volksfest erhalten, sämtliche Kosten trägt die einladende Stadt.

Als Willkommensgeschenk hatte Weber neben der Urkunde auch eine Stadtkollage von Düren im Gepäck und regionale Souvenirs für die Gemeinderäte.

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