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Im schweren Gelände mussten die Rettungskräfte arbeiten.

Bei Arbeiten auf der Viehweide

Jungstier tötet Lechbrucker Landwirt

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Lechbruck - Bei einem tragischen Unglück ist ein 48-jähriger Landwirt aus Lechbruck auf der Weide von einem Jungstier getötet worden. Erst nachts konnte der Leichnam von der Bergwacht Steingaden-Peiting aus dem unwegsamen Gelände geborgen werden. Der Stier wurde getötet.

Schon früh ist der 48-Jährige am Samstag zur Feldarbeit aufgebrochen. Doch als er am Abend immer noch nicht daheim war, machte sich seine Frau Sorgen. Zusammen mit Nachbarn ging sie auf die Suche, gleichzeitig alarmierte sie die Polizei. Auch die Feuerwehr war bei der Suche beteiligt. Das Problem: Die gepachtete Viehweide, auf der der 48-Jährige vermutet wurde, liegt beim Weiler Gogerisch nahe des Schmutterweihers in extrem unwegsamem Gelände. „Steil, waldig, nass und ohne Fahrweg“, beschreibt ein Polizeisprecher die Umstände.

Als die Roßhauptener Feuerwehr um Kommandant Robert Unterreiner eintraf, war es bereits traurige Gewissheit: Der 48-Jährige war tot, ein Nachbar hatte den Leichnam auf der Weide gefunden. Laut Polizei lag der Lechbrucker vermutlich seit Stunden auf dem Feld. „Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurde der Landwirt durch einen aggressiven Jungstier angegriffen und tödlich verletzt“, so die Polizei. Die Frau und die Tochter des Opfers, die zum Unglücksort geeilt waren, wurden erst im Feuerwehrfahrzeug betreut und dann vom alarmierten Kriseninterventionsteam versorgt.

Bergung der Leiche: Helfer mussten vor Stier geschützt werden

Doch ein anderer Problem war, die Leiche zu bergen. Das lag zum einen am unwegsamen Gelände, weshalb die Bergwacht Steingaden-Peiting um Bereitschaftsleiter Josef Schleich alarmiert wurde. Doch um sicher hinzukommen, mussten die Helfer erst vor dem Stier geschützt werden, der dort mit mehreren Jungrindern auf der Weide war. „Wir sind mit einem Traktor und einem Kipper dort hingefahren, soweit es ging“, sagt Unterreiner. Schließlich musste die Szenerie in der stockdunklen Nacht ausgeleuchtet werden. Der Traktor-Anhänger war auf der Weide schließlich auch Rettungspunkt für die Einsatzkräfte, falls der Stier aufgetaucht wäre und sie sich in Sicherheit hätten bringen müssen. „Es gab dort auf der Weide zum Glück einen Zwischenzaun, da haben wir das Gatter geschlossen“, so Unterreiner. Aber man sei nicht den ganzen Zaun abgegangen, ob es vielleicht eine beschädigte Stelle gab. „Und wenn ein Stier wild wird, hält ihn ein Zaun sowieso nicht auf.“

Zum Glück lief alles gut, der Lechbrucker konnte geborgen werden, ohne dass sich der Stier blicken ließ. Um auf Nummer sicher zu gehen, wurde der Stier noch am selben Abend auf Anweisung des Veterinärarzts von einem Jäger erschossen. Insgesamt waren 35 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Bergwacht, Rettungsdienst und Kriseninterventionsteam im Einsatz. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.

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