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Das Hotelprojekt war wieder Thema in Lechbruck.

Bürgerversammlung Lechbruck

Minigolf, Hotel und Ortsmitte im Fokus

Lechbruck - Mit einer kleinen Verspätung hat Bürgermeister Helmut Angl seine jährliche Bürgerversammlung abgehalten und die Lechbrucker über das vergangene Jahr informiert. Von Interesse für die Anwesenden waren vor allem Details bezüglich Minigolf und des geplanten Sternehotels nahe am alten Schwimmbad.

Helmut Angl ist kein Freund von Folgekosten. Das hat er auch heuer in der Bürgerversammlung deutlich gemacht, einmal in seinem Rechenschaftsbericht, dann aber nochmals deutlicher auf Nachfrage eines Bürgers. Der hatte nämlich beim Ausblick auf das Jahr 2016 und den mittlerweile schon sehr konkreten Plänen in Bezug auf das geplante Sternehotel am Lechsee aufgepasst und sich seine eigenen Gedanken dazu gemacht. 

Wie schon berichtet, soll für den Hotelneubau, dort, wo derzeit das alte Hallenbad und die Tennishalle stehen, die Straße, die zum Campingplatz führt, verlegt werden und, sollte es die spezielle artenrechtliche Prüfung ergeben, notfalls auch eingehaust werden müssen. Denn, das ist bekannt, an der Hangkante, dort wo jetzt das Hallenbad steht, gibt es unter anderem eine besondere Schmetterlingsart. Und wegen des Trockenrasenhanges habe man seinerzeit das erste Millionengrab gebaut, erinnerte der Redner.

130 bis 150 neue Arbeitsplätze

Eine Einhausung und die damit verbundenen Kosten, insbesondere im Unterhalt, „braucht keiner“, führte er weiter aus. Man lade sich nur Folgekosten damit auf, wobei er bei Helmut Angl damit eben offene Türen einrannte. Klar sei auch, so der Bürgermeister, dass der Hotelbetreiber seine Gewerbesteuer in Lechbruck zahlen werde und, weiteres Bonbon des Hotelneubaus mit etwa 150 Zimmern, es sollen um die 130 bis 150 Arbeitsplätze neu entstehen.

Zuvor hatte Angl gut eine Stunde lang die aktuellen Zahlen der Gemeinde vorgetragen und die Projekte, die man im Jahr 2015 habe angehen oder sogar anschließen können. Neben der Einweihung der Kindertagesstätte ging Angl auch auf den abgeschlossenen Bau der Wasserversorgung Klausmen ein sowie die Sanierung der alten Mülldeponie am Schwanebach. Wichtige Punkte in der Agenda des Bürgermeisters waren auch das Neubaugebiet Hinterm Wäldle und der neugegründete Bürgerverein. Explizit hatte Angl auch die Zahlen zu allen gemeindlichen Immobilien und Einrichtungen parat, jeweils mit den Einnahmen und Ausgaben.

15 000 Besucher am Flößer-Minigolfplatz

Erstmals konnte Angl heuer auch Zahlen zum 2014 eingeweihten Flößer-Minigolfplatz präsentieren. So nutzten 2014 knapp 12 000 Besucher das Angebot, vergangenes Jahr sogar fast 15 000. Rund 20 Prozent der Spieler nutzen dabei ihre Königscard, für die der Minigolfplatz 2,90 Euro plus Steuern je Spieler erhält, wie Angl auf Nachfrage erklärte. Die Ausschüttung an die Partnerbetriebe der Königscard betrage rund 58 bis 59 Prozent des normalen Eintrittspreises, so Angl. Die Anlage gehört zu einem der wichtigsten Standbeine der Kommune, neben Handel und Handwerk eben der Tourismus, der theoretisch Einnahmen bis zu 26 Millionen Euro in einem Ort wie Lechbruck generieren könnte, so Helmut Angl.

Ansichten der Ortsmitte zeigte Alexander Pfanzelt.


Während seiner Präsentation übergab Angl kurz das Wort an den Architekten Alexander Pfanzelt, der schon im August seine Pläne für die Neugestaltung der Dorfmitte rund um das Rathaus vorgestellt hatte. Pfanzelt, der bald wieder Bürger in Lechbruck sein werde, so Angl, erklärte den gut 60 anwesenden Lechbruckern seine Intentionen und zeigte erstmals Folien mit den Plänen, wie die Ortsmitte umgebaut und verschönert werden soll. Wichtig war es Angl bei seinem Vortrag und im Resümee, das gute Miteinander im Ort zu betonen. Explizit dankte der Bürgermeister den Vereinen und im Besonderen auch der Feuerwehr für ihre Arbeit und die erbrachten Leistungen.

Oliver Sommer

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