Auch vom Münchener Oberbürgermeister Dieter Reiter wurde Maximilian Vieweger (rechts) gewürdigt.

tolle auszeichnungen für maximilian Vieweger

Lechbrucker Steinmetz als Preissammler

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Lechbruck - Große Auszeichnung für Maximilian Vieweger: Der Steinmetz und Steinbildhauer aus Lechbruck wurde nicht nur mit dem ersten Preis seiner Technikerschule in München ausgezeichnet, sondern erhielt auch noch eine Ehrung von Oberbürgermeister Dieter Reiter für besondere Leistungen.

Seit einem halben Jahr besucht der 25-Jährige mittlerweile die Steintechnikerschule im Zentrum der Landeshauptstadt. Und die veranstaltet jährlich für ihre Absolventen schulintern einen Wettbewerb namens Holzsteingold. Dort winken den Wettbewerbern nicht nur Anerkennungen in Form von Urkunden, sondern auch klingende Münze. Um dies zu gewährleisten, sitzt die Schule in einem Boot mit der renommierten Danner-Stiftung, die einen Großteil der Preisgelder stellt.

Im vergangenen Jahr war dieser Wettbewerb ausnahmsweise schulübergreifend, weil das Thema nicht von der Schule vorgegeben wurde, sondern von Oberbürgermeister Dieter Reiter höchstpersönlich. Der suchte besondere Geschenke für Mitarbeiter des Hauses, aber auch für spezielle Gäste der Isar-Metropole.

Dass seine Arbeit gewürdigt wird, war Maximilian Vieweger wichtig

99 Schüler – Goldschmiede, Holzbildhauer und Steinmetze – bewarben sich um diese Auszeichnungen. Und Vieweger durfte am Ende gleich zweimal strahlen. Beim schulinternen Wettbewerb wurde er von der 167-köpfigen Jury auf den ersten Platz gesetzt, was ihm ein Preisgeld von 1200 Euro eintrug, beim Wettbewerb für die Stadt München kam er unter die besten Neun und sicherte sich nochmal 500 Euro Preisgeld und eine Urkunde. Und war sich nachher sicher, „dass ich vermutlich noch besser abgeschnitten hätte, wenn die Materialkosten für meine Arbeit nicht so hoch gewesen wären“. Hintergrund: Auch der Stadt München stand nur ein begrenztes Budget zur Verfügung.

Letztlich ist das Finanzielle für Maximilian Vieweger aber nur die angenehme Zugabe. Viel wichtiger war für ihn, dass seine Arbeit gewürdigt wurde, hatte er sich doch im Vorfeld – unterstützt durch Vater Andreas, der den Steinmetzbetrieb in Lechbruck bereits in dritter Generation führt – viele Gedanken um das passende Objekt gemacht. Übrigens eine Tradition, die Sohn Maximilian später einmal weiterführen will.

Als Aufgabe wurde den Prüflingen gestellt, Repräsentativgeschenke für die Stadt München zu entwerfen. Maximilian stellte die Isarmetropole in abstrahierter Weise dar. Die Isar, verkörpert durch eine Epoxidharzplatte mit eingegossenen Isarkieseln durchschneidet das Objekt. Für Vieweger ist der Fluss das Ursprünglichste an München. Mit den Bayernrauten hat er dabei den Umriss in ein Raster gelegt. Die dadurch erkennbaren 25 Stadtteile ergeben das vollständige München, wobei das ganze Stück aus hellem, kroatischen Kalkstein gearbeitet wurde.

Gleich doppelt ausgezeichnet wurde die Arbeit des 25-jährigen Lechbruckers.

Wichtig war für den Steinmetz, dass sich die Jury der Stadt München, die aus 13 Teilnehmern bestand, nicht an der Bewertung der Schuljury orientiert hatte. „So hat der Preis noch eine ganz andere Wertigkeit“, freut sich der Ausgezeichnete. Dem war auch wichtig, etwas Besonderes herzustellen, nachdem er von der Intention des OB, „keine spießigen Geschenke wie einen Bildband, den man bei vielen Gelegenheiten in die Hand gedrückt bekommt“, wusste.

Sollte also in naher Zukunft ein Anruf von der Stadt eingehen, in dem Präsente geordert werden, steht Vieweger Gewehr bei Fuß. „Bei einer Bestellung von zehn Stück müsste ich für das einzelne 1000 Euro berechnen, bei einer Bestellung von 100 könnte ich auf 500 Euro zurückgehen.“ Ob dies das städtische Budget irgendwann hergeben wird, weiß der Lechbrucker nicht. Er kann es nur hoffen.

Mit Bezahlung der Ware gehen automatisch auch die Rechte an die Stadt über. Wobei Vieweger sich hat zusichern lassen, „dass die Stadt nicht billige Nachbauten in Tschechien oder einem anderen Niedriglohn-Land herstellen lassen kann“.

Für die Zukunft wünscht sich der 25-Jährige nicht zuletzt, „dass die Menschen bei der Auswahl ihrer Grabsteine mehr Individualität walten lassen. Man kann oft zu nahezu gleichen Kosten speziell auf den Verstorbenen zugeschnittene Arbeiten fertigen.“ Darauf will er auch seinen Fokus legen, wenn er in vierter Generation die Firma von seinem Vater übernimmt.

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