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Ein Trachtenumzug wie aus dem Bilderbuch, mit gelebter Tradition. Alle hatten gestern in Steingaden ihre Freude. Auch das Wetter spielte mit.

93. Lechgau-Trachtenfest in Steingaden

Fest als Symbol der Gemeinschaft

Steingaden -  48 Trachtenvereine, 24 Musikkapellen und Abordnungen aller örtlichen Vereine sowie prächtig geschmückte Landauer und Festwagen bildeten den vier Kilometer langen Zug für das 93. Gautrachtenfest in Steingaden.

Zusammen waren knapp gut 3000 Teilnehmer in schmucken Trachten. Bestaunt von den Zuschauern, die links und rechts die Straßen säumten.

„Ein Gaufest ist das wichtigste Ereignis im Jahresablauf aller Trachtenvereine, es stärkt das Gemeinschaftsgefühl und die Zusammengehörigkeit,“ sagt Max Bertl. Für den ersten Vorsitzenden des Bayerischen Trachtenverbandes ist ein Fest mit Fahnenweihe doppelt so schön, „es ist ein Symbol der Gemeinschaft.“ Zum neunten Mal haben die Trachtler vom Steingadener Verein Almfrieden das Gautrachtenfest ausgerichtet. Zuletzt 2007 mit ihrem ersten Vorstand Florian Echtler. Diesmal liefen die Fäden bei erstem Vorstand Walter Nöß zusammen. Gut 80 Helfer haben ihn bei der Organisation des Festes unterstützt.

Ein Fest mit Fahnenweihe ist doppelt so schön

Angeführt wurde der Zug von den drei Vorreitern Reimund Christa, Robert Müller und Mathias Lory gefolgt von der Steingadener Musikkapelle und den Landauern in denen es sich Landrätin Andrea Jochner- Weiß, MdL Harald Kühn, Freiherr Max von Eltz-Rübenach, Landrat Thomas Eichinger (Landsberg) und die beiden Pfarrer Günther Bäurle und Pater Petrus Adrian Lerchenmüller bequem gemacht haben. Zu Fuß folgten die Abordnungen der örtlichen Vereine und die 24 Musikkapellen sowie die jungen und älteren Mitglieder aus 48 Trachtenvereinen im festlichen Gewand.

An Lob für den Steingadener Trachtenverein Almfrieden hat es nicht gemangelt. Gauvorstand Franz Multerer sagte, „ich bin begeistert von der Organisation. Hier wurde einmal mehr deutlich, dass dieser Verein auf große Erfahrungen zurückgreifen konnte.“ MdL Harald Kühn sagte, „hier wird deutlich, wie tief Brauchtum und Tracht in unserer Bevölkerung verwurzelt sind.“ In einer Zeit großer Veränderungen und Umbrüchen sei das wichtiger denn je. Thomas Eichinger, Landrat von Landsberg sagte kurz und bündig, „ich bin froh, dass ich dabei sein kann“. Für Landrätin Andrea Jochner-Weiß ist es einfach bewundernswert, „wie in diesem top Verein die Leute zusammenstehen“. Freiherr Max von Eltz-Rübenach indes „fühlt sich bei den Trachtlern immer gut aufgehoben.“ Zu den gut 3000 Zuschauern gehörten auch die beiden Franziskaner Schwestern Dagmar und Sara vom Behindertenzentrum in Ursberg. Derzeit auf Urlaub in Füssen. Sie waren sich einig in ihrem Urteil: „Ein farbenprächtiges Erlebnis bei dem uns besonders gut gefällt, dass in den Trachtenvereinen so viele Kinder und Jugendliche mit eingebunden sind.“

Nach dem schönen Festzug gab eine Stärkung im Festzelt

Nach dem Umzug durch das Dorf sickerten die Trachtler zum gemütlichen Teil in die Festhalle ein in der die Steingadener Musikkapelle zur Unterhaltung und zu den Ehrentänzen aufspielte.

93. Gautrachtenfest: Die Bilder 

Walter Kindlmann

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