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Der Gasthof Hirsch soll zum neuen Denklinger Rathaus werden. fotos: sommer

Applaus für Denklinger Rathauspläne

Denklingen - Die Gemeinde Denklingen wird den 350 Jahre alten Gasthof Hirsch kaufen und zum Rathaus um- und ausbauen.

Die Gemeinde Denklingen wird den 350 Jahre alten Gasthof Hirsch kaufen und zum Rathaus um- und ausbauen. Das gab Bürgermeister Michael Kießling nach der Informationsveranstaltung in der Mehrzweckhalle bekannt. Bestärkt wurde er durch die Reaktion des Bürger bei der Vorstellung der Pläne.

Ludwig Preisinger brachte es auf den Punkt: „Die Gemeinde ist in der Pflicht, den Gasthof zu kaufen.“ Ein Satz, für den der Denklinger von den rund 100 Besuchern viel Applaus bekam, wie auch zuvor schon Bürgermeister Michael Kießling und die beiden Architekten, Bettina und Benedikt Sunder-Plassmann. Die hatten ihre Vorstellungen skizziert, wie man das 1668 nach einem Brand erbaute Gasthaus aus- und zu einem veritablen Rathaus umbauen könnte (siehe Kasten). Nach rund 80 Minuten der Information beschrieb Kießling die Situation so: „Nach dem heutigen Meinungsbild werden wir den Gasthof kaufen.“ Das soll in der Gemeinderatssitzung am 1. Juli beschlossen und der Kauf noch im Juli abgewickelt werden. Auch Planer will man bereits beauftragen. Aber, so Kießling, man habe nun keine Zeitnot mehr, auf einige Monate hin oder her komme es nicht an.

Wie kam es zu dieser Idee? Schon bei seinem Amtsantritt vor einem Jahr habe das Gasthaus zum Verkauf gestanden, damals aber habe er andere Aufgaben zu lösen gehabt, führte Kießling aus. Als es dann einige Monate später erneut auf den Markt kam, habe man daran gedacht, den Gasthof für die Dorfladen-Initiative zu nutzen, musste aber feststellen, dass der Hirsch dafür nicht geeignet ist. Und sei auf die Idee mit dem Rathaus gekommen. Man müsse feststellen, „dass es ein traditionsträchtiges Gebäude ist bei uns im Dorf. Das unser Dorfbild in der Dorfmitte auch trägt.“ Und was es seines Erachtens auch zu erhalten gelte, unterstrich Kießling.

Im Umkehrschluss stellte er die Frage, was passiere, wenn die Gemeinde nicht einsteigt? Wenn wieder ein Privater das Gebäude erwerben würde? Dann würden ganz sicher wirtschaftliche Interessen mitspielen. „Wir als Gemeinde dagegen können für eine langfristige Nutzung sorgen.“ Über das Raumprogramm, das man für den eigentlich geplanten Neubau erstellt hatte, und eine Machbarkeitsstudie ging es zum Landesdenkmalamt. Dort sei man dem Projekt gegenüber positiv eingestellt gewesen. Die erste Machbarkeitsstudie habe klar gezeigt, dass es möglich ist, allerdings auch, dass viel zu tun sei. Unter anderem müsse das Gebäude barrierefrei werden, hob Kießling hervor. Weshalb man im Februar dieses Jahres eine Bauvoranfrage eingereicht habe, um das Nebengebäude abreißen zu dürfen. Die jetzt im Mai positiv beschieden wurde. Anstelle des Nebengebäudes sollen Treppenhaus sowie ein Aufzug angebaut werden, um das Gebäude barrierefrei zu erschließen.

Anschließend habe es viele Gespräche gegeben, vor allem mit dem Denkmalschutz, um dessen Einverständnis für das

Vorhaben zu bekommen. Um eine zweite Meinung zu bekommen, habe man dann noch eine weitere Machbarkeitsstudie bei dem Ehepaar Sunder-Plassmann in Auftrag gegeben, erläuterte Kießling weiter. Und schloss den Kreis, warum man nun hier sitze. Man wolle informieren, so Kießling, damit die Bürger ein Gefühl bekämen, was bedeute das an Kosten und wie sehe die Gestaltung aus. „Wir haben die Chance, unseren Dorfkern, wo ein Rathaus ja Sinn macht, zu erneuern und attraktiv zu gestalten.“ Nach diesem Abend werde es dann eine Gemeinderatssitzung geben, wo man nach Stimmungsbild über den Kauf entscheiden werde.

Neben der eingangs zitierten Äußerung Ludwig Preisingers gab es nur zwei weitere, wohlwollende und lediglich an Details der Ausgestaltung interessierte Wortmeldungen. Und damit ein mehr als eindeutiges Stimmungsbild, wie es auch Michael Kießling erkannte.

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