Aus drei Banken könnte eine werden. Entsprechend groß wäre das Geschäftsgebiet, wie die Vorstandsmitglieder der Raiffeisenbank Lech-Ammersee, Günter Seger (l.) und Bernd Runge, aufzeigen. foto: schmid

Banken wappnen sich für Zukunft

Lechrain - Die Raiffeisenbank Lech-Ammersee will mit der VR Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg fusionieren. Entstehe so die viertgrößte Genossenschaftsbank in Bayern?

Wird im Lechrain etwas Großes entstehen? Die Raiffeisenbank Lech-Ammersee will mit der VR Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg zusammenschließen. Außerdem will sich daraufhin als dritte Bank die Raiffeisenbank südöstlicher Starnberger See anschließen.

Mit der geplanten Fusion beabsichtigt die Raiffeisenbank Lech-Ammersee, sich für die Zukunft zu wappnen: In einer neuen, größeren Einheit wollen drei Banken zusammen ihre Kräfte bündeln und sich damit langfristig die Eigenständigkeit als regionale Genossenschaftsbank sichern. Gemeinsam möchten sich die Banken für neue Herausforderungen rüsten - insbesondere, was die stetig zunehmenden Regulierungsmaßnahmen betrifft.

Am 7. Mai nächsten Jahres werden die Mitglieder bei der Generalversammlung der Raiffeisenbank Lech-Ammersee darüber abstimmen, ob die Fusion mit der VR Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg zustande kommt. Eine Zustimmung wäre eine Entscheidung „für die Zukunft der Bank und für sichere Arbeitsplätze“, betonen die Vorstandsmitglieder der Raiffeisenbank Lech-Ammersee, Günter Seger und Bernd Runge.

Die Mitarbeiter und der Betriebsrat stünden in überwiegender Mehrheit voll hinter den Fusionsplänen. „Alle drei Banken sind kerngesund“, betont Seger. Die Fusion ziele lediglich darauf ab, sich für künftige Aufgaben zu wappnen.

In drei verschiedenen Ortsversammlungen (in Apfel-dorf, Dießen und Lengenfeld) informierte die Raiffeisenbank Lech-Ammersee bereits vorab ihre Mitglieder über die Verschmelzungsabsichten. Die Resonanz der insgesamt über 400 anwesenden Mitglieder sei überwiegend positiv gewesen, berichteten die Vorstände.

Es seien zwar auch kritische Fragen gestellt worden - doch diese hätten schließlich zur Zufriedenheit der Mitglieder beantwortet werden können. Die größte Sorge waren mögliche Filialschließungen: Doch diese Bedenken konnten ausgeräumt werden. Denn auch nach der Fusion sollen alle Geschäftsstellen erhalten bleiben. Auch die Mitarbeiter behalten ihre Arbeitsplätze.

Für die Kunden soll sich im Grunde nichts ändern - außer, dass zukünftig sogar das Leistungsspektrum erhöht werden könnte. So soll es zum Beispiel verbesserte Leistungen geben, was das Auslandsgeschäft, Spezialkreditformen oder die Vermögensverwaltung betrifft.

Falls der Zusammenschluss der drei Banken (dieser soll durch zwei selbständige Fusionen vollzogen werden) zustande kommt, würde die fusionierte Bank schließlich über insgesamt 41 Geschäftsstellen verfügen, die den insgesamt 90 485 Kunden zur Verfügung stünden.

Die gesunde und grundsolide Kredit- und Anlagenpolitik der drei Banken soll eine hohe Qualität der Kundenkredite und Kapitalanlagen gewährleisten. Die neue Größe der Bank soll es ihr durch die Kundeneinlagen ermöglichen, unabhängig vom Kapitalmarkt zu sein.

Manuela Schmid

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