Wie hoch der Handymast an der Hüttenleite in den Himmel ragen darf, ist im Bebauungsplan festgeschrieben. ms

Bebauungsplan für Handymast-Standort in Apfeldorf

Apfeldorf - Die Gemeinde Apfeldorf stellt für den Handymast-Standort an der Hüttenleite einen Bebauungsplan auf. Er beschränkt künftige Vorhaben von Mobilfunkbetreibern.

Das aktuelle Vorhaben, einen um sechs Meter höheren Mast zu errichten, wird dadurch aber nicht eingeschränkt. In seiner jüngsten Sitzung billigte der Gemeinderat den Bebauungsplanentwurf „Hüttenleite“ und beauftragte die Verwaltung mit der frühzeitigen Bürger- und Behördenbeteiligung.

Laut Bebauungsplan darf an dem Standort ein Stahlgittermast mit einer maximalen Höhe von 36 Metern aufgestellt werden. „Und dann ist Ende der Fahnenstange“, erklärte Bürgermeister Georg Epple. Höher darf der Mast dann nicht mehr werden. Auch ein zweiter Mast ist nicht erlaubt.

Wie berichtet, will die „Deutsche Funkturm“ einen um sechs Meter höheren Masten errichten, der dann den alten ersetzen soll. Grund ist, dass der bestehende, 30 Meter hohe Mast bereits voll mit Antennen bestückt ist und den Mobilfunkbetreibern nicht mehr ausreicht.

Warum die Gemeinde überhaupt einen höheren Masten zulässt? Dazu Epple: „Das Telekommunikationsgesetzt besagt, dass die Gemeinde nichts verhindern darf.“ Der Bürgermeister meint, dass die Gemeinde da nicht auskomme.

Vizebürgermeister Gerhard Schmid forderte in der Sitzung jedoch, dass die Mobilfunkbetreiber dem Gemeinderat erst genauer über ihre Pläne informieren und darlegen sollen, warum die Erweiterung für das Apfeldorfer Gemeindegebiet überhaupt nötig sei. Laut dem Mobilfunkpakt Bayern, Punkt drei, seien die Anbieter zu dieser Information verpflichtet.

Gerhard Schmid verwies auf die Unterschriftenliste, die es gegen den höheren Handymast gegeben hatte (wir haben berichtet). Auch Heinrich Keller gab zu bedenken: „Die Erhöhung wird in der Gemeinde nach wie vor kritisch gesehen“ - aber außerhalb sei der Handymast immer noch besser aufgehoben als im Dorf.

Wie in der Sitzung ebenso bekannt wurde, hat Vodafone im Rahmen des Mobilfunkpaktes der Gemeinde angezeigt, dass die bestehende Sendeanlage um UMTS erweitert werden soll.

Der Bebauungsplan wird im Apfeldorfer Rathaus und in der Verwaltungsgemeinschaft Reichling ausliegen. Vizebürgermeister Schmid wies darauf hin, dass die Bürger im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung nun die Möglichkeiten hätten, Einwände zu erheben.

ms

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