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Einer von zwölf Feuerwehreinsätzen: Der Stadel zwischen Rott und Pessenhausen, den die mutmaßlichen Täter angezündet hatten, war nicht meh r zu retten. Er brannte komplett nieder, auch mehrere Oldtimer-Traktoren wurden vernichtet. 

Brandserie im Lechrain und der Umgebung

Tatverdächtige weiter in Untersuchungshaft, Ermittlungen dauern an

  • Jörg von Rohland
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Knapp fünf Monate nach der Festnahme von zwei mutmaßlichen Brandstiftern in Thaining (Landkreis Landsberg) ist noch nicht klar, ob und wann die Männer vor Gericht gestellt werden.

Lechrain – Wie berichtet, könnte eine Reihe von Bränden im südlichen Landkreise Landsberg und Weilheim-Schongau auf ihr Konto gehen. Im Dezember 2019 und Januar 2020 war Sachschaden in Höhe von insgesamt 600 000 Euro entstanden, als Feldscheunen, Stadel, Holzlager und Strohballen in Flammen aufgingen und landwirtschaftliches Gerät zerstört wurde.

Nach Angaben der zuständigen Staatsanwaltschaft in Augsburg sitzen zwei Tatverdächtige nach wie vor in Untersuchungshaft. Am Tag ihrer Festnahme waren sie 24 und 25 Jahre alt. Sie waren in der Nacht auf 17. Januar in Verbindung mit dem Brand einer großen Lagerhalle bei Unterdießen gebracht worden. Beamte der Kriminalpolizei hatten einen wegfahrenden 3er-BMW beobachtet und folgten ihm. Vor einem Wohnhaus in Thaining (Landkreis Landsberg) nahmen sie die beiden Insassen dann fest. Die Männer wurden laut Kripo in zwei unterschiedliche Justizvollzugsanstalten gebracht. Sie legten Teilgeständnisse ab.

Ermittlungen gegen einen dritten Beschuldigten

Ermittlungen laufen laut Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai zudem gegen einen dritten Beschuldigen. Details zu den ihm zur Last geworfenen Vorwürfen machte er auf Anfrage nicht. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern Nickolai zufolge an. Im Mittelpunkt stehen derzeit „elektronisch gespeicherte Daten“, deren Auswertung noch nicht abgeschlossen werden konnte.

Brandserie hielt Landwirte in Atem

Die Brandserie hatte in den milden Wintermonaten die Landwirte im Lechrain in Atem gehalten. Sie lebten in ständiger Angst. Einige holten vorsorglich Heu und Stroh aus den Scheunen, andere hielten mit Wasser befüllte Güllefässer bereit und schoben nachts Wache. Um so größer war die Erleichterung nach der Festnahme der Tatverdächtigen. „Hoffentlich sind es die Richtigen“, sagte ein Rotter Landwirt, dessen Scheune am 14. Dezember abgebrannt war. 

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