Als Zirkusdirektor trat Denklingens Bürgermeister Michael Kießling auf.

Fulminante Zirkus-Show als Überraschung

Denklingen - Waghalsige Akrobaten, gefährliche Wildkatzen, lustige Clowns: Der „Zirkus Musicus“ hatte beim jährlichen Konzert der Denklinger Blasmusik seinen Auftritt.

Als Musikervorstand Jürgen Waldhör zu Beginn des Konzerts ganz bescheiden ankündigte: „Wir haben heute ein paar Überraschungen für Sie“, konnte das Publikum noch nicht erahnen, welch tolle Show es an diesem Abend noch geben würde.

Passend zum Zirkus-Intermezzo „A day at the circus“ ließ der Musikverein einen ganzen Zirkus auffahren - mit Bürgermeister Michael Kießling als Ober-Zirkusdirektor.

Artisten lieferten akrobatische Einlagen, wirbelten durch die Luft und schlugen Räder. Kostümierte Gaukler und witzige Kobolde brachten die Zuhörer zum Lachen.

Gefährlich aussehende, zähnefletschende Löwen liefen ein und zeigten Kunststücke. Tierbändiger Lukas (Lukas Frieß) ließ die Wildkatzen sogar durch den Ring springen.

Und mit der „tollkühnen menschlichen Kanonenkugel“ wurde dann auch noch (scheinbar) ein junger Artist durch den Saal geschossen - der kurz nach dem Donnerschlag der Kanone dann mit zerfetzter Kleidung wieder einmarschierte. Der Trick dabei: Tobi Ried spielte das „Kanonenfutter“ - und sein Zwillingsbruder Tim stand Sekunden später am anderen Ende des Saals und kam von hinten wieder zurück.

Das Publikum war begeistert von der Überraschungsshow. Aber auch musikalisch hatte der Musikverein einiges zu bieten: Die Zuhörer erlebten ein anspruchsvolles Konzert mit einer vielseitigen Musikauswahl.

Unter der bewährten Leitung von Dirigent Wolfgang Wagner spielten die Musiker, wie gewohnt, auf hohem musikalischen Niveau.

Sie eröffneten den Konzertabend mit dem zackigen Flieger-Marsch und warteten mit dem zweiten Stück, „Dakota“, gleich mit dem ersten Höhenpunkt auf - meisterten die raschen Wechsel zwischen langsamer, getragener Musik und schnellen, flotten Passagen mit Bravour.

Bei „Erinnerung an Zirkus Renz“ glänzte Posaunist Georg Linder mit einem Xylophonsolo und erhielt dafür tosenden Applaus.

Vom flotten Säbeltanz und dem amerikanischen Traditionsmarsch „National Emblem“ über „Voyage into the blue“ und „Can’t take my eyes off you“ bis hin zur Kesselflicker-Polka und zum Konzertmarsch „Blauer Enzian“ reichte die vielseitige Bandbreite des musikalischen Programms.

Die Polka „Die schönsten Jahre“ widmete der Musikverein zum Schluss noch zwei Mitgliedern, die schon seit 60 Jahren in der Kapelle sind (Bericht über Ehrung folgt).

ms

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