+
Zum Brüllen komisch: In der Kurklinik verhilft Oberschwester Berta (rechts) unter den entsetzten Augen von Ida und Agnes dem Brauereibesitzer wieder „auf die Beine“.

epfacher Trachtler-Theater

Herrlich überdreht und dennoch nachdenklich

Epfach - Mit dem Stück „wenn’s guat duat…“ hat Maria Schweiger wieder ein tolles Stück zur Uraufführung gebracht. Das unterhaltsame und kurzweilige Stück, bei dem man spürt, dass den Laienspielern des Epfacher Trachtenvereins die Rollen auf den Leib geschrieben wurden, begeisterte die Besucher zweimal vor ausverkauftem Haus.

In der Kurklinik „Haus der Gesundheit“, für das auf der Bühne im Haus der Vereine in Epfach ein Stationsaufenthaltszimmer mit Fitnessabteil das Bühnenbild bildete, läuft das Pilotprojekt mehrerer Krankenkassen. Prophylaktisch soll durch intensive Therapie Beschwerden entgegengewirkt werden.

Doch nicht alle der Ankömmlinge haben nur die Gesundheit im Sinn. Da sind die beiden gleichnamigen Sebastian Schnells – toll gespielt von Philipp Guggenmos und Martin Spindler –, sowie der unverkennbare Hubert Kretzler im herrlichen Lechroaner Dialekt und trockenem Humor, dessen Mimik Bände spricht. Er spielt den Brauereibesitzer Theodor Wirblinger, und was der Name schon verrät, sorgt er mit einigen Bierchen und Bemerkungen für so manchen Wirbel.

Schickimicki-Dame Evelyn von Silbersteiner hat sich ebenfalls eingemietet: Sie ist in den Augen des Brauereibesitzers etwas übersensibel und scheint einem Flirt nicht abgeneigt – herrlich überdreht dargestellt von Christine Schweiger. Ihr Mann Arthur, (Marcus Schelkle) bei dem Geld keine Rolle spielt, gerät in einen Strudel von Verwirrungen. Die Lösung hat die brave Schwester Gabriele (Johanna Gruber) parat.

Die Oberschwester hält das Haus am Laufen

Alle fürchten Oberschwester Berta (Irmgard Hein), sie hält das Haus der Gesundheit am Laufen, was nicht jedem behagt und womit sie sich nicht gerade beliebt macht. Schafft sie es, dass das Blatt sich noch wendet?

Eine kleine, jedoch tragende Rolle, spielt Maria Schweiger selbst – als „Mama“ Agnes Schnell. Mit ihrer Freundin Ida (Loni Moser) ist sie auf einem kurzen Besuch in der Kurklinik.

Wer die Stücke aus der Feder von Maria Schweiger kennt, weiß, dass sie immer auch bei aller Fröhlichkeit zum Nachdenken anregen. Zukünftige Zuschauer dürfen also gespannt sein.

Mit großem Applaus wurden die Darsteller nach den ersten beiden Aufführungen bedacht, und Stimmen der Zuhörer waren überaus positiv: „Mal ein ganz anderes Stück mit ungewohnter Räumlichkeit“; „Viel zum Lachen“ oder „hervorragend gespielt, jeder Spieler überzeugt in seiner Rolle“, lauteten einige der Kommentare. Diese Rückmeldungen zeugen davon, dass man den Theaterabend in Epfach, der vielen „guat do hot“, gerne weiterempfehlen kann.

Weitere Spieltage sind:

Freitag, 1. April, und Samstag, 2. April, jeweils um 20 Uhr im Haus der Vereine in Epfach. Karten-Vorbestellungen nimmt Familie Spindler unter der Telefonnummer 08869/1222 entgegen.

Gisela Klöck

Auch interessant

Kommentare