Dieses Anwesen in Rott soll abgerissen und zu einer Begegenungsstätte neu aufgebaut werden. Foto: rh

Gegenwind für eine Begegnungsstätte in Rott

Rott - Private Bauvorhaben werden in Rott nur selten abgelehnt. Das Vorhaben zweier Starnbergerinnen, an der Weilheimer Straße eine Bildungs- und Erholungsstätte zu bauen, schon.

„Das Vorhaben unterschreitet im unteren Bereich die Bebauungsgrenze“, erklärte Bürgermeister Quirin Krötz mit Blick auf den Plan, der im westlichen Teil des Grundstücks Blockhäuser und Indianer-Tipis vorsieht. Darüber hinaus soll das direkt an der Straße gelegene alte Haus abgerissen und durch ein neues ersetzt werden.

„Ich kenne das von anderen Begegnungsstätten, da verbringen 20 bis 30 Kinder ihre Freizeiten. Da wird gesungen und getrommelt, da ist es laut“, meinte Walburga Perras, die als Lehrerin schon Erfahrungen mit solchen Einrichtungen machte. „Die sind aber alle außerhalb von Ortschaften“, hielt sie das angedachte Areal im Rotter Unterdorf für wenig geeignet. „So nah im Ortsbereich ist das für Anwohner und auch für die Lehrer nicht schön“, ergänzte Perras.

Das sahen die angrenzenden Nachbarn nach einer Vorstellung des Projekts ähnlich. „Die waren schon alle bei mir und zeigten sich wenig begeistert“, berichtete Bürgermeister Krötz. „Klassenausflüge sind halt nicht um 20 Uhr zu Ende und mit Lärm verbunden“, zeigte sich auch der zweite Bürgermeister Christoph Böhmer wenig angetan.

„Am Engelsrieder See würden sich die Kinder bestimmt wohler fühlen und auch niemanden stören“, schlug Böhmer stattdessen vor. Der ablehnenden Meinung schloss sich auch das Ratsgremium an. Einstimmig votierten sie, dem Projekt kein gemeindliches Einvernehmen in Aussicht zu stellen.

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