Kaplan Alfredo Quintero fühlte sich in den sechs Pfarreien im Lechrain sehr gut aufgenommen. foto: ms

Kaplan Quintero verlässt Lechrain

Ludenhausen - Alfredo Quintero, Kaplan der Pfarreiengemeinschaft Lechrain, verlässt Ende August den Lechrain. Er leitet ab 1. September in Kissing eine eigene Pfarrei.

Der Kolumbianer Quintero geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Er muss Abschied nehmen von den Menschen der Pfarreiengemeinschaft, die ihm lieb geworden sind. Andererseits freut er sich auf seine neue Aufgabe. Denn es wird seine erste Stelle als Pfarrer sein.

Natürlich sei er traurig, dass er den Lechrain jetzt verlassen müsse, gesteht der Kaplan. „Aber ich freue mich auch über das Vertrauen, das die Diözese in mich setzt“, sagt er. Quintero wird künftig als einziger Priester - ohne zusätzlichen Kaplan oder Ruhestandspfarrer - eine Pfarrei leiten. „Das bedeutet natürlich eine große Verantwortung und auch viel Arbeit.“

„Meine Zeit als Kaplan im Lechrain war eine sehr positive, bereichernde Erfahrung für mich“, betont er. „Ich wurde in allen sechs Pfarreien von den Menschen hier sehr gut aufgenommen.“ Ganz besonders in Ludenhausen, wo er seinen Wohnsitz hat. Die Zusammenarbeit mit Pfarrer Michael Vogg sei sehr gut gewesen. Und auch die Kooperation mit den einzelnen Gremien in den sechs Pfarreien habe sehr gut funktioniert.

„Ich habe hier viele schöne Erfahrungen gemacht“, blickt Quintero zurück. Eine liegt erst ein paar Tage zurück: Am 17. April kehrte der Kaplan zusammen mit 43 Mitreisenden von der großen Romwallfahrt der Pfarreiengemeinschaft Lechrain zurück. Eine sehr intensive Erfahrung für den Kaplan und die Mitglieder der Pfarreiengemeinschaft.

Der Höhepunkt war eine Generalaudienz beim Papst: „Das war unser ganz großer Tag“, berichtet Quintero. Und das Leuchten in seinen Augen verrät, wie sehr er diese intensive Zeit mit den Gläubigen aus dem Lechrain schätzte. Und dass es nicht nur so dahingesagt ist, wenn er erklärt: „Ich werde die Menschen hier sehr vermissen.“

Seine neue Heimat kennt der Kolumbianer zumindest schon mal sehr gut: Denn bevor er in die Pfarreiengemeinschaft Lechrain kam, war er drei Jahre Kaplan in Mering - der Nachbarpfarrei seines neuen Wirkungskreises. „In der Gegend kenne ich mich schon ganz gut aus“, meint Quintero und fügt lächelnd hinzu: „Aber die schöne Landschaft im Lechrain wird mir natürlich schon abgehen.“

(ms)

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