Hundebesuch, der bleibt: Die Brüder Hans (links) und Manfred Radlmeier (rechts) sind mit Hundemama Bella (links) spontan vorbeigekommen, um Welpe „Beni“ an Corinna Zech und Herbert Haseitl mit Söhnchen Ludwig (sechs Monate) und Tochter Elisa (4) abzugeben. foto: can

Kinsauer Familie erfolgreich bei der Hundesuche

Kinsau - Wer die Familie Haseitl/Zech in Kinsau besucht, wird schon vor der Haustüre stürmisch begrüßt. Und zwar von „Beni“. Der kleine Appenzeller-Welpe ist nun seit einer Woche Teil der jungen Familie. Die monatelange Hundesuche war endlich erfolgreich - dank der Schongauer Nachrichten.

Neben intensiver Mundpropaganda im Schongauer Land und mehreren Tierheimbesuchen nutzte die junge Familie sogar das Internet als Suchplattform und schaltete eine Kleinanzeige bei „ebay“. Doch alles vergeblich. Der gewünschte familienfreundliche Hundewelpe, Rasse nicht so wichtig, dafür ohne Jagdtrieb, war nicht zu finden. Doch die Zeitung hat’s gerichtet.

Am Sonntag vor einer Woche klingelte es plötzlich an der Haustüre der Familie. Zwei Männer und zwei Hunde standen draußen. „Nachdem wir die Hundesuche in den Schongauer Nachrichten gelesen haben, habe ich mich mit meinem Bruder gleich auf den Weg gemacht. Einfach auf gut Glück“, erzählt Manfred Radlmeier aus Peiting, dessen Hündin „Bella“ (4), ein reinrassiger Appenzeller Sennenhund, im Oktober zum zweiten Mal Junge bekommen hat. Von den sieben Welpen war noch ein letzter übrig. „Mir war gleich klar, dass ich den nicht wieder mit heim nehmen brauch!“

Die Kinsauer Familie staunte nicht schlecht. „Das war ein ganz schöner Überfall. Unser Wochenendplan wurde komplett über den Haufen geworfen“, erzählt Corinna Zech, die das Durcheinander aber gerne in Kauf nahm. Ihr Freund Herbert Haseitl hatte sich nämlich schon auf den ersten Blick in den Welpen „Beni“ verliebt. Auch Tochter Elisa (4) war sofort angetan von dem Vierbeiner. „Jetzt sind wir komplett“, betont Haseitl.

„Eigentlich war Beni schon reserviert“, erzählt Radlmeier. Dort in der engen Wohnung in Hohenpeißenberg wollten sie den Rüden nicht lassen. Auch ein Landwirt aus Burggen ging leer aus. „Den hat der Hund nicht gemocht“, erzählt Radlmeier. Bei der Kinsauer Familie war das allerdings anders.

„Hier ist er gut aufgehoben. Die Familie hat Erfahrung mit Hunden und genug Platz. Ich hab sofort ein gutes Gefühl gehabt“, so Radlmeier und freut sich über seine spontane Aktion mit Happy End. Nur 300 Euro kostete „Beni“ die junge Familie. Ein guter Preis. „Ich bin ja kein Züchter. Ich will kein großes Geld mit den Hunden machen“, erklärt Radlmeier und betont, dass er den Welpen auch wieder zurück nehmen würde, sollten Probleme auftauchen. Danach sieht es allerdings nicht aus. „Außer dass ihm zwei Paar Hausschuhe zwischen die Zähne geraten sind, ist er sehr brav“, erzählt Haseitl. Sogar Stöckchenwerfen klappt schon.

can

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