Die drei Künstler (v.l.): Franz Beer, Javier Subiabre und Maria Hedrich. Foto: schmid

Künstlerische Vielfalt bei Ausstellung in Apfeldorf

Apfeldorf - „Kultur ist das Brot und der Wein der Seele“, sagte Apfeldorfs Bürgermeister Georg Epple bei der Vernissage der diesjährigen Ausstellung im Pfarrhof, die am Samstag pünktlich zum Weihnachtsmarkt ihre Pforten öffnet.

Gleich drei Künstler stellen diesmal ihre Werke aus: die Holzbildhauerin Maria Hedrich aus Altenstadt, der Maler Javier Subiabre aus Schongau und Franz Beer aus Schwabbruck, der eine Vielfalt an verschiedenen Kunstobjekten präsentiert.

Bei der gut besuchten Vernissage, die von Musikern der Apfeldorfer Trachtenkapelle feierlich umrahmt wurde, konnten die Besucher schon einen ersten Blick auf die facettenreiche Ausstellung werfen, die sich dieses Jahr vom Pfarrgarten über den Eingangsbereich des Pfarrhofs bis hinauf zum Salon erstreckt.

„Kunst beginnt bei mir im Kopf, wandert durch mein Herz über meinen Bauch in meine Hände“, sagt Maria Hedrich, die Skulpturen aus Holz in allen Größen zeigt - angefangen von meterhohen Baumstämmen, in die sie die Apostel hineingearbeitet hat, bis hin zu ganz filigranen Figuren.

Sie fertigt sowohl Abstraktes als auch Figürliches. „Die Themen meiner Arbeiten ergeben sich durch Begegnungen und werden durch meine religiöse Erziehung beeinflusst“, erklärt sie. Vorrangig fertigt sie ihre Skulpturen aus Reststoffen, wie Resthölzern, übrigen Baumstümpfen, Rinde oder Hölzern, die industriell nicht verwertbar sind.

Auch Franz Beer weiß mit Reststoffen etwas anzufangen: Er fertigt nicht nur Engel aus Treibhölzern, sondern verwendet auch alte Dachplatten als Basis für seine Kunstobjekte. Wie es dazu kam, erläuterte er den Besuchern bei der Vernissage. „Ein Spezl von mir wollte Dachplatten wegwerfen“, erzählte er.

Er selbst fand die Dachplatten aber viel zu schade und verzierte sie mit Engelsköpfen. Und auch zur Fertigung von Kerzen-Wandleuchtern fanden die Platten bei dem Schwabbrucker Künstler Verwendung. Neben seinen Objekten zum Thema „Engel, die uns begleiten“, zeigt Beer bei der Ausstellung aber auch Kunst aus Kupfer.

Javier Subiabre, der normalerweise gerne Stadtbilder aus Schongau für seine Gemälde auswählt, hat extra für die Ausstellung auch einige Motive aus Apfeldorf auf seinen Gemälden verewigt, wie zum Beispiel die alte Schule, den Pfarrhof und die Kirche.

Aber auch einige Motive aus Schongau, wie das ehemalige Polizeigebäude, stellt der Maler, der das „Atelier Tierra“ in der Lechstadt führt, aus. Daneben zeigt der gebürtige Chilene auch einige farbenfrohe abstrakte Werke, die typisch für seine südamerikanische Heimat sind.

Die Ausstellung im Apfeldorfer Pfarrhof ist am Weihnachtsmarkt-Wochenende (Samstag, 1. Dezember und Sonntag, 2. Dezember) sowie am Wochenende 8./9. Dezember) jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Nach Vereinbarung (Tel. 08869/229) kann die Ausstellung auch unter der Woche besucht werden.

ms

Auch interessant

Kommentare