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Betrunken hat sich ein Kreisrat aus dem südlichen Landkreis Landsberg  hinters Steuer gesetzt.
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Betrunken hat sich ein Kreisrat aus dem südlichen Landkreis Landsberg  hinters Steuer gesetzt. (Symbolbild)

Er tritt bei Kommunalwahl an

„Riesenmist und eine Frechheit“: Lokalpolitiker baut betrunken Unfall - Reaktion macht fassungslos

Betrunken hat sich ein Kreisrat aus dem südlichen Landkreis Landsberg hinters Steuer gesetzt. Nach einem Unfall war der Führerschein weg. Trotzdem stieg der Mann wieder in sein Auto. 

  • Ein Politiker aus dem südlichen Landkreis Landsberg setzte sich betrunken hinters Steuer.
  • Der Autofahrer baute einen Unfall.
  • Wie er sich danach verhielt, macht fassungslos.

Landsberg – Die erste Trunkenheitsfahrt des 62-Jährigen war am 1. November vergangenen Jahres. Er sei von einem Eishockeyspiel in Landsberg vorzeitig nach Hause gefahren, berichtete der Ruhestands-Landwirt, der sich bei der Kommunalwahl am Sonntag erneut um ein Mandat im Kreistag und im Gemeinderat seines Heimatortes bewirbt.

„Ich hatte an dem Tag gar nichts getrunken“, beteuerte er vor Richter Alexander Kessler. Es müsse sich um Restalkohol gehandelt haben. „Das ist nicht möglich“, erteilte Kessler dieser Theorie eine Absage. Immerhin wurden bei dem Mann um 21.45 Uhr 1,8 Promille festgestellt – zu viel, um auf Alkoholgenuss vom Vortag zurückzuführen. „Das funktioniert rein rechnerisch nicht“, stellte Kessler klar. Die absolute Fahruntüchtigkeit beginne laut Gesetz bei 1,1 Promille.

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Landkreis Landsberg: Lokalpolitiker kam von der Fahrbahn ab - Polizisten stellen Alkoholgeruch fest

Der ehemalige Landratskandidat der Bayernpartei wollte mit seinem Mercedes von der Schongauer Straße auf die B 17neu auffahren. In einer scharfen Linkskurve hinter dem Tierheim kam er von der Fahrbahn ab und rammte ein Verkehrsschild. „Dann ist er mit seinem Wagen auf einem Stein aufgesessen“, berichtete der ermittelnde Polizeibeamte im Zeugenstand.

Offenbar hatte der Fahrer daraufhin versucht, sein Auto von dem Hindernis zu schieben. Er sei verdreckt gewesen, als die Polizei eintraf. Der 62-Jährige habe behauptet, einem Dachs ausgewichen zu sein. Doch weder fanden die Polizisten in der Nähe ein verletztes Tier, noch Spuren eines Wildunfalls am Wagen. Was sie aber deutlich wahrnahmen: Der Fahrer roch nach Alkohol. Seinen Führerschein war der Mann also vorläufig los.

Landsberg: Lokalpolitiker wird ohne Führerschein hinter Steuer erwischt

Ende Januar dieses Jahres geriet der Mann erneut in eine Verkehrskontrolle, diesmal in Kaufering. Er saß nicht-angeschnallt am Steuer seines Mercedes auf dem Weg zu einem Arzttermin. Seine Frau sei an jenem Tag krank gewesen und habe ihn nicht fahren können, gab er vor Gericht an. „Und die Kinder waren in der Arbeit.“ Den Polizisten gegenüber behauptete er, seinen Führerschein zuhause vergessen zu haben, was sich jedoch schnell als Schutzbehauptung herausstellte.

Richter Kessler wertete das Ganze „als Riesenmist und eine Frechheit“. Er fragte sich auch, ob die Fahrt Ende Januar die erste seit dem Führerscheinverlust gewesen sei. „Da ist ein gewisser Argwohn angebracht.“ Im übrigen könne der Angeklagte von Glück reden, dass bei seiner Trunkenheitsfahrt nur ein Verkehrsschild dran glauben musste. „Wenn Sie auf der B 17 in den Gegenverkehr geraten wären, hätte es Verletzte oder Tote geben können.“

Lokalpolitiker baut betrunken Unfall . So wurde er verurteilt 

Zugunsten des Angeklagten sprach, dass er nicht vorbestraft war und auch keine Punkte in der Verkehrssünderdatei mitbrachte. Die Kosten für das beschädigte Verkehrszeichen – 210 Euro – hat er bereits beglichen. Kessler verurteilte den 62-Jährigen zu einer Geldstrafe in Höhe von 75 Tagessätzen zu je 50 Euro. Außerdem muss er noch weitere zehn Monate auf seinen Führerschein verzichten. Das Urteil ist rechtskräftig.

VON TONI SCHWAIGER

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