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Markus Wasserle ist neuer Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Landsberg.   

SPD-Unterbezirk Landsberg

Im SPD-Unterbezirk Landsberg folgt Wasserle  auf Scales

Markus Wasserle (37) übernimmt den Vorsitz bei der SPD im Unterbezirk Landsberg. Er wurde zum Nachfolger von Dominik Scales (Hohenpeißenberg) gewählt, der das Amt drei Jahre lang innehatte und jetzt abgegeben hat, weil er in Ulm arbeitet.

Landsberg – Zur SPD im Unterbezirk Landsberg gehören rund 350 Mitglieder in den acht Ortsvereinen Geltendorf, Utting, Schondorf, Dießen, Kaufering, Landsberg, Vilgertshofen und Fuchstal. Wasserle wurde mit 16 Stimmen gewählt. Er erhielt auch vier Neinstimmen. Zuvor gab es eine lebhafte Aussprache.

Peter Wittmaack, früherer Bürgermeister in Schondorf, stand auf und hob dazu an, „Wasser in Wasserles Wein zu gießen“, wie es der Schondorfer formulierte. Ihm ginge das mit dem Werdegang bei den Sozialdemokraten zu schnell.

Noch 2014 ist Wasserle als Landratskandidat gegen Thomas Eichinger (CSU) angetreten und unterlag in der Stichwahl. Dass er jetzt schon eine Spitzenposition im Unterbezirk bekleiden solle, sei für einige Menschen, insbesondere für langjährige Mitglieder, nur schwer nachzuvollziehen.

Für Wasserle, der von Scales vorgeschlagen worden war, machte sich der Landsberger Stadtrat Felix Bredschneijder stark. Warum solle in der Partei nur der was werden, der 35 Jahre Erfahrung im Unterbezirk mitbringe, fragte er. Wasserle habe 2014 bei der Podiumsdiskussion zur Stichwahl um den Landrat eine „Schlammschlacht“ durchgestanden. „Ich kann mir für uns keinen Besseren wünschen.“

Albert Thurner aus Vilgertshofen, einziger SPD-Bürgermeister im Landkreis und bis 2014 selbst über mehrere Jahren Kreisvorsitzender der Partei, hat an Markus Wasserle schon zu dessen FDP-Zeiten ein „soziales Interesse“ ausgemacht. Der Einsatz für soziale Belange sei ein zutiefst sozialdemokratisches Markenzeichen. Er könne jedenfalls die Kritik des fehlenden Stallgeruchs nicht gelten lassen. Im Gegenteil: Wasserle sprühe nur so vor Ideen.

Eine Lanze für Wasserle brechen wollte auch Hannelore Baur aus Dettenhofen, die im Regionalbüro der SPD in Weilheim beschäftigt ist. Sie hätte schon viele Vorsitzende „kommen und gehen sehen“. Wasserle, der Sommer 2016 einer der drei stellvertretenden Vorsitzenden im Unterbezirk wurde, habe „das Heft in die Hand genommen“, da Dominik Scales berufsbedingt nicht vor Ort sein konnte.

Hanni Baur ist bei der Unterbezirkskonferenz in Hofstetten als Stellvertreterin einstimmig gewählt worden. Eva Avilés und Florian Hansch bleiben unverändert im Vorstand – genauso wie Schatzmeisterin Vroni Schwarz.

Der neue Unterbezirksvorsitzende Markus Wasserle lebt mit der Familie in Windach. Noch. Mit seiner Frau und den fünf Kindern möchte er heuer im Herbst nach Kaufering ziehen, wo er aktuell eine Kletterhalle baut. Er ist mit zwei Brüdern in Rott aufgewachsen. Nach der Lehre zum Landmaschinenmechaniker absolvierte er eine zweite Ausbildung zum Gebäudereiniger. „Beide Entscheidungen waren goldrichtig“, sagte der 37-Jährige in seiner Vorstellung. Seit 13 Jahren ist er im Bereich Gebäudereinigung selbstständig.

Ebenso lebhaft wie vor der Wahl wurde auf der Versammlung des Unterbezirks nachher über Inhalte diskutiert. Anlass dafür war, dass sich mit MdL Florian Brunn, MdB Klaus Barthel und Gregor Tschung (Münchner Tafel) drei der sechs Kandidaten präsentierten, die sich dem Mitgliedervotum der bayerischen SPD zum Landesvorsitz stellen. Präsenz zeigten zudem der Landtagsabgeordnete Herbert Kränzlein und der junge Bundestagskandidat Christian Winklmeier (24), der in Hofstetten als Wahlleiter fungierte.

Johannes Jais

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